Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen bei Hieronymus
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 2)
- Language
- German
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- Hebron 1× ep/1047559
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Taigumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen 133 Achad (Gen 1010), nach Angabe der Hebräer sei dies die mesopotamische Stadt Nisibi (523_24). Dies entspricht Gen R 37 § 4 ־=־ PJ אכד - גצייבץ. Arboc, nach den hebräischen Büchern Arbe, d. h. ,,vier“, bezeichnet Hebron, wo die 3 Patriarchen und ,,Adam naagnus“ (Jos 1415) beerdigt seien (7n-13). — Diese agadische Tradition ist enthalten in Gen R 58 §4(622!):שנקברו בו ארבעה צדיקים אדם הראשון אברהם יצחק ויעקב, während nach Gen R 14 §6 (130!) ,,der große Mensch unter den Riesen“ Abraham selbst sein soll1. Aenam (Gen 3814) soll nach den Hebräern kein Ort sein, sondern den Scheideweg (biuium) bezeichnen (915-16). — So übersetzen die Targumim: פרשת ארחץ דבל עיינין מסתכלץ המן (P J); פרשות עיגץ (0)2, während den Grund für diese eigenartige Übersetzung Rabbi in Gen R 85 § 7 (1041!) angibt: חתרנו על כל המקרא ולא מצעו מקום שמו פתח עעים (freilich ist die Folgerung, die er aus dieser Tatsache zieht, eine andere als die der Targum-Übersetzung). Aulon, die Übersetzung von ערבה in Deut 1! sei kein griechisches, sondern ein hebräisches Wort, das eine weite Ebene bezeichnet (1522ff.). Gemeint sind die hebräischen Worte אלון und אלון, welche von den Targumim durch מישרא wiedergegeben werden (Gen 12 6; 358 אלון). In Ep 73 93 behauptet H., die ,,Palaestini“ nennen auch zu seiner Zeit eine Ebene (gemeint ist Gen 1417 das Königstal) ,,Aulon“, und ähnlich übersetzt er Aialon Jos 1012 durch Uallis atque praeruptum, während die ״Hebraei“ behaupten, daß Aialon ein Ort zwischen Jerusalem und 1 Hier möchte ich auf H’s Epitaphium s. Paulae (in Monumenta historiam et geographiam Terrae Sanctae illustrantia ed. Stummer 37/38) 6.11 hinweisen, wo zunächst (377_8) als die vier: die Patriarchen und Adam (so nach Ansicht der Hebräer) genannt werden, dann aber hinzugefügt wird (38!): licet plerique Chaleb quartum putent, cuius ex latere memoria demonstratur. Das ist eine ganz alleinstehende Angabe, wofür ich keine Parallele nachweisen kann. 2 Nachträglich sehe ich, daß schon M. Nied ermann in seiner (ungarischen) Dissertation über das Verhältnis der Vulgata zur Agada und den Targumim (Budapest 1915) 8.18 auf diese Gleichung aufmerksam gemachthat. 3 xAagefülirt von Klostermann Onom. 15 zu Zeile 22; vgl. auch Stummer, Biblica 18 (1937), 35f.