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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 112

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Die Entwicklung der Doppelformen der Buchstaben mnzpk und ihre Bedeutung als Kriterium für die Entstehungszeit des masoretischen Bibeltextes
Date
1939-01-01
Page
Seite 112 (sequence 12)
Language
German
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IRI
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112 Harry Torczyner noch einen schräg abwärts führenden Schlußstrich zeigt ganz so wie im Syrischen, Arabischen und viele Jahrhunderte später in der modernhebräischen Kursivschrift. In der ersten Inschrift dagegen, חנגייה בן עמרם, zeigt auch das runde, geschlossene Mem in der Mitte des Namens עפרם den nach links von der fertigen Schlinge weiterführenden Strich der ähnlich auch im Syrischen und Arabischen auch beim Mittel-Mem von der Schlinge weiterführt Hier haben wir also in der Inschrift für zwei Brüder den Namen des Vaters mit zwei verschiedenen Mittel-Mem geschrieben, und beide Mittel-Mem sind geschlossen14. Dasselbe runde, geschlossene Mittel-Mem kommt, wie Sukenik, Kirjath Sefer XII, 476 in einer Besprechung von Diringers Buch über die althebräischen Inschriften Palästinas gezeigt hat, auch in der Inschrift eines von Macalister 1906 in Gezer gefundenen Ossuariums vor. In dem Namen שמע, den man mit Sukenik zu שמעון zu ergänzen hat, hatte Macalister das ihm unverständliche runde Mem o irrig für ein althebräisches ע gehalten und darum an eine sonderbare Mischung althebräischer und spätaramäischer Schrift gedacht15. Und auch am Wortanfang findet sich das geschlossene Ende- Mem, z. B. in dem Namen פתיה Matja auf einer Ossuarien-Inschrift, die Sukenik in Tarbiz a. a. O. zum Vergleich heranzieht und auch in Abbildung wiedergibt. Umgekehrt findet sich aber auch Mittel- Mem am Wortende, ganz so wie in der Severusrolle, z. B. in dem Namen שלום (Schalom, gr. Salome) in der von L. A. Mayer im Bulletin Nr. 5 der British School of Archaeölogy in Jerusalem 1924 veröffentlichten Ossuarien-Inschrift Nr. 1016, während derselbe Name in Nr. 13 mit Ende-Mem geschrieben ist. Ebenso zeigt die Grenzinschrift aus Geser תחמ מר Mittel-Mem am Wortende17. Dieser verschiedenartige Brauch von offenem und geschlossenem Mem findet sich selbst in Inschriften, die nebeneinander an derselben Stelle zutage traten. In der Festschrift für S. Krauß 14 S. die Photographie Nr. 2 und Nr. 3. Zum »ד in יהודה s. später. 16 S. die Zeichnung Nr. 4. — 16 S. die Zeichnung Nr. 5. 17 S. die Zeichnung Nr. 6.

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