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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 98

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Neue aramäische Urkunden aus der Zeit der Achämenidenherrschaft in Ägypten
Date
1939-01-01
Page
Seite 98 (sequence 6)
Language
German
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98 Engen Israel Mittwoch nicht mehr im Lande weilte. Diese beiden Momente sind aus den Elephantine-Papyri wohlbekannt; dort heißt es, daß Arsäma 411 zum Großkönige gegangen und dann eine Revolte ausgebrochen war, und wir hören später, daß er in der Antwort auf eine Petition aus dem Jahre 408 wieder als in Ägypten weilend angesehen wurde. Nichts liegt nun näher als anzunehmen, daß es sich in den Elephantine-Papyri wie auch in den neuen Lederurkunden um ein und dasselbe Geschehnis handelt. Irgendwelche Argumente, die dagegen sprechen könnten, haben sich jedenfalls bis jetzt nicht auf finden lassen. Beiläufig sei bemerkt, daß die Elephantine-Papyri nicht mit Sicherheit den Schluß erlauben, daß Arsäma nicht auch schon vor 408 nach Ägypten zurückgekehrt sein könnte. Wenn unsere Urkunden in diese Zeit gehören, dann spricht allerdings auch alles für eine möglichst lange Dauer der Abwesenheit Arsämas. Und wenn wir in dem Elephantine-Papyrus Cowley 27 von einer Beschwerde der Juden wegen der bekannten Vorkommnisse auf Eiephantine hören, die an ,,unseren Herrn“ gerichtet ist, während gleichzeitig berichtet wird, daß ,,unser Herr Arsäma“ seinerzeit abgereist war, so ist es recht unwahrscheinlich, daß man Arsäma gegenüber seinen eigenen Namen genannt hat, daß also מראן ארשם und מראן dieselbe Persönlichkeit bedeuteten und an Arsäma sich dieses Schreiben wendete. Vielmehr dürfte hier, wie schon Sachau vermutet hatte7, ein Stellvertreter Arsämas gemeint sein, vielleicht derselbe, von dem möglicherweise in den Lederurkunden die Rede in solcher Eigenschaft ist (es könnten aber auch mehrere Stell- Vertreter für Arsäma in Ägypten gewesen sein). Was die Urkunden alles für die verschiedenen sprachlichen Disziplinen ergeben, kann hier nicht näher ausgeführt werden. Besonders stark ist das persische Sprachelement vertreten, vor allem natürlich in den Ausdrücken der juridischen und militärischen Administration, dabei aber auch häufig in Wendungen, wo wohl ein entsprechendes aramäisches Wort von dem beabsichtigten Sinne nicht viel fortgenommen hätte. Die Ägyptologie kommt wieder durch die Eigennamen zu ihrem Rechte. Einige Wendungen und 7 L.c., p.XVII.

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