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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 99

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Neue aramäische Urkunden aus der Zeit der Achämenidenherrschaft in Ägypten
Date
1939-01-01
Page
Seite 99 (sequence 7)
Language
German
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Neue aramäische Urkunden aus der Zeit der Achämenidenherrschaft 99 Ansdrücke lassen den akkadischen Einfluß erkennen. Das neue aramäische Material hilft begreiflicherweise an vielen Stellen, das altbekannte besser zu verstehen. Tn seinem Aufbau wird jetzt erst der Elephantine-Papyrus Cowley 26 unbezweifelbar klar, wenn auch schon Eduard Meyer ehemals völlig richtig gesehen hatte, wie er aufzufassen ist8. Es ist ein Erlaß Arsämas, der, wie wir es in den Lederurkunden dauernd finden, erst alle Punkte wiedergibt, so wie sie Arsäma (oder besser: seiner Kanzlei) brieflich oder mündlich übermittelt worden waren, und dann mit der Formel: ,,Und nun spricht Arsäma also“ Arsämas Stellungnahme dazu einleitet, die meist ganz kurz nur dahin lautet, daß entsprechend den vorgebrachten Punkten gehandelt werden solle. Wie Meyer erkannt hat, beginnt demgemäß Arsämas Befehl in Cowley 26 erst auf Zeile 22, während alles Vorhergehende als ,,Antrag“ zu bezeichnen sei. Arsäma, der in unseren Urkunden den bisher nur aus den Pahlavi-Ideogrammen bekannten Adelstitel בר ביתא führt, in einem akkadischen Dokument entsprechend mär biti9, und der, schon soweit unsere Kenntnis reicht, in Babylonien, Syrien und Ägypten große Besitzungen hat, gebraucht gegenüber den Ägyptern natürlieh nur die ganz kurze Anrede mit der Voranstellung des eigenen Namens, und diese Einleitungsformel war uns auch schon gerade 8 Zu den aramäischen Papyri von Elepkantine, SBPAW, phil.-hist.KL, 1911־, p. 1026—1053, darin: 2. Die Organisation der persischen Herrschaft in Ägypten, p. 1035—1047. 9 Entgegen der gewöhnlichen Bedeutung dieses Ausdrucks, wenn ihm ein Eigenname im Genetiv folgt, als ״Klient‘c. Zu den akkadischen Zeugnissen über Arsäma, die ja gewiß dieselbe Persönlichkeit betreffen, wie jetzt klar ist, vgl. den Artikel ״Arsäma“ von Eriedrich Wilhelm König in dem Beallexikon der Assyriologie, Bd. I, Leipzig-Berlin 1932. — (Bruno Meißner, Die Achämenidenkönige und das Judentum, SBPAW, phil.-hist. Kl., 1938, s. p. 24—26, der sich auch noch über den vermeintlichen ״Klienten“ wundert, muß sich in den Zahlen verrechnet haben, wenn er die richtige Datierung des Textes H. V. Hilprecht-A. T. Clay, BE IX, 1, in das erste Jahr des ersten Artaxerxes nicht anerkennen will. Es würde sich ja dann nicht um ehre mindestens vierzigjährige, sondern nur um eine etwa zehnjährige Zusammenarbeit Arsämas mit ein und demselben Verwalter handeln.) 7*

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