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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 78

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Der Ibri
Date
1939-01-01
Page
Seite 78 (sequence 13)
Language
German
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IRI
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78 Leo Israel Baeck Targum dagegen übersetzt in den vorhandenen Fragmenten29 durchgängig mit עבראי. In seiner alten Bedeutung war in der Zeit zwischen Septuaginta und Targum, vielleicht schon in der nachexilischen Zeit, das Wort jedenfalls nicht mehr verstanden worden. Aber eben deshalb hatte es nun den Klang des Altertümlichen, des Wortes aus der Vorzeit. So konnte damals das Buch Jona den Propheten zu den Leuten aus fremdem Volk sprechen lassen: ,,Ein ibri bin ich, und den Ewigen, den Gott des Himmels, fürchte ich“ (19); als der Mann aus alten wundersamen Tagen sprach er so30. Ganz so ist im Buche Judith von den Fremden und zu ihnen hin unser Wort gebraucht, um den Ton einer einstigen Zeit zu geben31, und in ähnlicher Weise im II. und besonders im IV. Makkabäerbuch, die ja beide in einem gewollt altertümlichen Stile geschrieben sind32, sowie auch in den archaisierenden Sibyllinischen Orakeln33. Dem entspricht es auch, wenn unser Wort damals zur Be- Zeichnung der alten Sprache, die früher ,,jehudit“ geheißen hatte34, und der alten Schrift geworden ist. Schon der Prolog zur griechisehen Übersetzung des Sirachbuches und ebenso dann das IV. Makkabäerbuch35 haben in diesem Sinn das Wort sßpatcTi gebraucht, und diese Bedeutung verbleibt ihm nun36. Demgemäß wird im 29 S. Fragmententargum za Ex 115 sowie zu Ex 212 u. 716 und Gen 43 32, letztere drei hei Kahle, Masoreten des Westens, II p. 1, 24 u. 47. 30 Auch das Wort ״Gott des Himmels“ hat damals wohl diesen archaisehen Ton gehabt, vgl. einerseits Gen 243u7 und anderseits IST eh l4f. und 4 u. 20• 31 Judith 1012; 12 n; 1418. Es ist interessant, daß dieser letzte Satz (14!8) ein Zitat aus dem Text der Septuaginta zu I Sam 13 3, wo עברים mit Sovlot עבדים übersetzt war, enthält: fjS-sr^aav ot dovXoi; vgl. auch 1413. 32 II Makk 731; 11!3; 1537. IV Makk 4!!; 52 u.4> &26® יu. 185 179. 33 Sibyl. V 161 u. 258. Im Buche der ״Jubiläen“ 47 5 ist ״Hebräerinnen“, wie Dillmann nachgewiesen hat, eine falsche Übersetzung von aßpa, Leibdienerin. 477 ist Zitat aus Ex 27. 34 II Kön 1826 u. 285 Jos 3611u13; Heh 1324• 33 IV Makk 12 7; 1615. 30 Vielleicht ist in talmudischer Zeit das Wort עברית auch zur Bezeichnung der aramäischen Volkssprache im Gegensatz zu לשון הקדש gebraucht worden. Vgl. jedoch Krauß, Talmudische Archäologie, III, 140. Das Material

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