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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 43

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Die Spruch-Verse über Sebulon
Date
1939-01-01
Page
Seite 43 (sequence 35)
Language
German
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Die Spruch -Yerse über Sebulon 43 und der Zusammenhang: freut euch, der eine in dieser, der andere in jener Lebensform, denn es geht euch beiden durch den Gewinn, den Meer und Küste euch bringen, gut. Es kommt darauf an, diese Auffassung formal und sachlich zu rechtfertigen. Das Verständnis beruht nach beiden Richtungen auf einem Vergleich mit Gen 4913, zu dem wir nun zurückkehren. Der Mosespruch geht auf den Jaqobspruch zurück und ergänzt seine Deutung. Wir sahen bereits, daß er mehr enthält als nur eine Angabe über die Sitze des Stammes, daß in ihm die Bewegung auf das Meer hin und dieses entlang nach Norden zum Ausdruck gebracht ist. Das trägt, ohne daß es ausgesprochen ist, auch schon einen Hinweis auf den Gewinn von Meer und Küste in sich. Der Mosespruch bringt dies dann unmittelbar zum Ausdruck, und er zeigt außerdem, wenn man ihn auf der Grundlage des Jaqob- Spruches sieht, den ursprünglichen Zusammenhang des dritten mit dem ersten Verse. Der Mosespruch setzt den Jaqobspruch in eine andere Form um, anstatt die wirtschaftliche Lebensweise nur aus der geographischen Situation erschließen zu lassen, was zur Zeit der Entstehung des Jaqobspruches als evident gelten mußte, verfährt er umgekehrt und deutet die geographische Situation in der wirtschaftlichen an; und der enkomiastische Anfang erlaubte, den Parallelvers in begründender Weise an den ersten anzuschließen. Nun ist deutlich, daß der Opfervers in die zusammengehörigen Parallelverse eingelegt ist. Die Einlage ist äußerlich geblieben, der Mittelvers hat keine innerliche und formale Verbindung mit den beiden anderen gewonnen, das begründende כיי hat keine Beziehung zu ihm. Wie ist dies möglich, geworden? Es weist darauf zurück, daß der Opfervers nicht von dem Endgestalter der ganzen Spruchreihe verfaßt wurde, sondern ein neben dem Jaqobspruch umlaufender Vers war, wohl Teil eines anderen Spruches, der übernommen und in den dem Jaqobspruch liachgebildeten eingelegt wurde. Auch seine sprachliche Form dürfte auf höheres Alter hinweisen, eine jüngere Hand hätte es uns wohl nicht so schwer gemacht, den Inhalt zu bestimmen.

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