Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Die Spruch-Verse über Sebulon
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 33)
- Language
- German
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Die Spruch-Verse über Sebulon 41 auf die Gottheit, auf die das Opfer wirken soll, muß nach den anderen Beispielen hinzukommen, die Gottheit soll sich dem Opfer entsprechend erweisen, soll wie im vierten Psalm ein Gott der Gerechtigkeit sein. Und damit ist ein Ende gefunden, das in einem spezifischen Sinn auf den ganzen Vers zurückgreift und ihn in seiner von עמים her entwickelten Bezogenheit auf ein Pest, das der Heiligung der kriegführenden Mannschaft dient, bestätigt. Denn die צרכן ה der Gottheit ist hier im Sinne des kriegerischen Beistandes, des verliehenen Sieges zu verstehen83. Diese Bedeutung hat das Wort auf der Grundlage der billig zuteilenden Gerechtigkeit und Hilfe und auf dem Wege über die Vorstellung des Kampfes als eines Gottesgerichts bekommen84. Noch älter ist die Vorstellung, daß Gott seinen Beistand gewährt, indem er selbst am Kampfe teilnimmt85, spezieller noch in dem Sinn, daß er mit dem Heere zum Kampfe auszieht86. Nun fügen sich die beiden Teile des Verses innerlicher und stärker zusammen, als wenn man in seiner zweiten Hälfte nur die Tatsache sieht, daß Opfer dargebracht wurden: es sind die Opfer des für die Dauer des Festes kriegsmäßig geheiligten Volkes, die Gott bestimmen sollen, sich entsprechend als Gott der ,,Gerechtigkeit“ zu erweisen, d. h. in diesem Falle: mit auszuziehen und den Sieg zu verleihen. 83 So Ri 5U צךק1ת )יה1ה (,,Gerechtigkeitstaten“ v. Bandissin) und Dt 332! von Gad צךכןת ןה:ה ע^ה *משפטיו עם־־י&ךאל— W. v. Bandissin in der Festgabe für A. v. Harnack, 1921, S. 19ff.: Gerechtigkeitspflege Gottes im Lande, Schirmung des Volkes gegen Angriffe von außen, die Erfüllung gebunden an kultische Verpflichtungen des Volkes. 84 F. Scliwally, Semit. Kriegsaltertümer I, 1901, S. 8. Jes 412 ist von einem Wortkampf Gottes mit den Völkern die Rede, denen er den Sieg des Kyros verkündet: מי העיר ממזרח צדק יקךאהוי לרגלו . Man braucht nicht gradezu ,,Sieg“ für das Wort einzusetzen (so Duhm und Marti in ihren Kommentaren und Scliwally in der Zeitschr. d. D. Morgenl. Gesellsch. LII, 1898, S. 138f.), besser läßt Kautzsch (a. a. 0. S. 26) in ihm die von Gott ausgehende Gerechtigkeit, natürlich im Sinne von Hilfe, die zum Siege führt, zum Ausdruck kommen. Vgl. Jes 45 8; 515f. 85 Die bekanntesten Beispiele Ex 153; Ri 54.23; II Sam 520. 24. 86 Zu dem bekannten Spruch über die Lade Num 1035f. treten zwei Psalmen, 4410 אף־זנחת ותכלימנו ולא־תצא בצבאותינו, die Folge ist תשיבנו את1ר מגי־־צר und 6012f. (10812) הלא־אתה אילהים זנחתנו ולא-תצא אלהים בצבאותינו הבה־לנו אזרת מצר.