Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Die Spruch-Verse über Sebulon
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 32)
- Language
- German
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40 Eugen Israel Täubler Weide seines Volkes Jer 50 7 (vgl. 3123) 80נח־דיצדק. Danach kann der Genetiv צדק nach זבח״ nicht bedeuten — so verlockend diese Verinnerlichung wäre —, daß die Opfer der Gerechtigkeit aus rechter Gesinnung kommen, und ebensowenig kann ein besonderer Bedacht auf die rituellen Vorschriften hervorgehoben, sondern nur ganz generell gemeint sein, daß die religiöse Treue sich in den vorschriftsmäßigen Opferhandlungen äußern solle: damit diese sich entsprechend auswirken, das heißt in unserem Psalm in der Richtung, die hinführt zu אליה״ צךקי, daß sie Gott bestimmen, sich den Opfernden als gerechter, das heißt helfender Gott zu erweisen81. Und damit ist der Zugang zu der Stelle im Sebulonspruch gefunden. Die Deutung, die E. Meyer gab, hat etwas Bestechendes; aber sie könnte sich mit der hier entwickelten Bedeutung des Ausdrucks kaum oder nur mittels einer sehr umständliehen Schlußfolgerung vertragen, indem man sagt: Opfer, die richtig und wahrhaft sind, können nur solche sein, die einem Gotte dargebracht werden, der nicht in einem Bilde verehrt wird. Sicher wird man nach dem eben Ausgeführten dem Sinn und der Bezogenheit, die in צדק liegen, gerechter, wenn man das Wort so versteht, daß die Opfer richtig sind im Sinne der rituellen Reinheit ihrer selbst und derjenigen, die sie darbringen, speziell im Hinblick auf die Heiligung, der diese sich für den Krieg und entsprechend für das Fest auf dem Tabor unterzogen hatten82. Die Bezogenheit 80 Vgl. aus dem NT. Röm \21 7:apaaT7jaa1 Ta atofj.aTa up.<ov •OWav ayi'av t(0 ׳ihto suapssxav und Jakob 318 xapx:og öixaioauvTjs Hebr 513 araipo; X(>you oixaioauv^c. 81 Im Gegensatz zu der abstrakten Auffassung des biblischen Begriffs der Gerechtigkeit, wie sie Kautzschs Abhandlung beherrscht und weithin auf die Interpretation unserer Stelle wirkte, wird neuerdings eine substantielle vertreten, die das Wort immer an einem bestimmten Verhältnis haften läßt. Vgl. W. Eichrodt, Theologie des AT. I 1933, S. 121 ff. Zu dieser Auffassung passen die Mer vertretenen Anschauungen, für die hier nur das Notwendigste angeführt ist. 82 Ein Opfer, das unrein ist infolge der Unreinheit der Gesinnung der Opfernden: Chagg 2x3f-; entsprechend wird Mal33 nach der sittlichen Reinigung der Priester durch Gott ihr Opfer als •בצזוץןה dargebracht bezeichnet.