Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Die Spruch-Verse über Sebulon
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 30)
- Language
- German
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38 Eugen Israel Täubler Steuernagel75. Durch כי zu Anfang des dritten Verses schien ihnen eine Verknüpfung der Opfer mit dem Gewinn, den das Meer und die Küste den Stämmen brachte, gegeben zu sein. Aber nicht gleichartig kommt bei ihnen zum Ausdruck, wie die Verknüpfung, besonders im Hinblick auf צדק, zu verstehen sei. Dillmann wollte sie vom Reichtum der Opfergaben verstehen, Steuernagel dagegen vom Dank für den reichen Gewinn. Budde ist der Frage, ob צדק nicht von ,,der rituellen Beschaffenheit44 der Opfer verstanden werden könnte, nicht ausgewichen, hat dies aber abgelehnt, wie er auch ,,der Gesinnung, in der sie dargebracht werden44 nur nebenbei Bedeutung geben will76; die Verbindung mit dem dritten Vers soll zeigen, daß צדק in erster Linie von der ״verschwenderischen Reichlichkeit44 der Opfer zu verstehen sei77. In andere Richtung ging E. Meyer78: ״richtige Opfer44 zu verstehen davon, daß die Gottheit, der sie dargebracht werden, ״den Forderungen des Jahvismus entspricht, die das ganze Lied beherrschen, d. h. also jedenfalls ohne Kultbild ist44. Darin läge eine stille Wendung gegen die Kulte von Bethel und Dan. Um ein Urteil über, d. h. in diesem Falle gegen alle diese Ansichten zu gewinnen, werden wir zunächst versuchen müssen, den Ausdruck in seiner Besonderheit etwas genauer zu bestim- 75 Auf Grund der Anm. 45 erwähnten Konjektur, durch die ע&ים Subjekt würde, kam Greßmann zu der Auffassung, daß auch mit den Opfernden die fremden Völker gemeint seien; die Opfer werden zu ״geziemenden“ (8. 178). 76 Er nimmt offenbar Stellung gegen Graf S. 53: ״Opfer wie sie der fromme, redliche Verehrer Jhyhs, mit Beobachtung der herkömmlichen und vorgeschriebenen Riten, in aufrichtiger Gesinnung darbringt und wie sie Jhvh wohlgefällig sind.“ 77 Ebenso Bertholet. An sich für möglich gehalten, aber abgelehnt, ״an eine die Darbringung genau regelnde Vorschrift als das Normierende zu denken“ von E. Kautzsch, der ganz vage erklärt ״Opfer wie sie sein müssen, um der eigentlichen Idee des Opfers zu entsprechen“ (Über die Derivate des Stammes צדק im alttestamentlichen Sprachgebrauch, 1881, S. 29). Ebenso nichtssagend R. Smend, Alttestamentliche Religionsgesch., 1899, S. 412 ״nicht gerade gesetzliche Opfer, sondern Opfer, wie sie die Gebühr erfordert“. 78 A. a. 0. S. 538.