Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Die Spruch-Verse über Sebulon
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Spruch-Verse über Sebulon 35 Der Exkurs kann als beendet gelten. Die Dinge, die er behandelt, sind nur so weit entwickelt, als sie für den Zusammenhang dieser Untersuchung in Betracht kommen. Was er lehren sollte, war nur, daß die Truppen von Naphtali und Sebulon und mindestens noch von Issachar71 vor dem Kampfe gegen Sisera auf dem Tabor zusammengezogen wurden, und daß der Zweck nicht ein strategischer, sondern ein sakraler war. Dieser Einzel- Vorgang führt zu dem für jedes Jahr angenommenen Vorgang zurück, der aus unserem Spruch erschlossen wurde. Es ist die spezifische Bedeutung des Wortes עמים, auf der die Annahme beruht, daß es sich, mit der durch die Situation gegebenen Verschiedenheit von Einzelfall und periodischer Folge, in beiden Fällen um dieselbe Sache handelt. B»1 S!g Ich kehre zu dem Spruch mit der Frage zurück, wie es zu verstehen ist, daß Sebulon und Issachar das Wehrfest gemeinsam feierten. Wollte man es genealogisch begründen, so würde man zur Voraussetzung machen, was als Folge zu verstehen ist. Auch die Tatsache, daß die beiden Stämme einander benachbart und wirtschaftlich miteinander verbunden waren, könnte nicht hinreichen, zu begründen, daß ihre Stammväter als fünfter und sechster Sohn der Lea näher miteinander verbunden wurden, wie das geographisehe Verhältnis von Gad und Ascher als Söhne der Silpa zeigt; um so weniger, als die Nachbarschaft nur an der Nordwestecke von Issachar und der Südwestecke von Sebulon bestanden haben kann, und in kleinerem Umfang, als zwischen allen anderen benachbarten Stämmen. Vielmehr muß es die politisch-sakrale Verbundenheit gewesen sein, die wie in unserem Spruch, so in der Genealogie die Verbindung geschaffen hat. Auffällig wie diese Verbindung ist schon die Tatsache, daß 71 Die Frage, ob es wahrscheinlich ist, sich auch die Mittelstämme vor dem Kampfe auf dem Tabor zu denken, kann hier außer Betracht bleiben. 3*