Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Die Spruch-Verse über Sebulon
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 25)
- Language
- German
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Die Spruch-Verse über Sebulon 33 war. Es ist Budde auffallend gewesen, ״daß Baraq herbeigerufen werden muß, um einen Gottesspruch zu empfangen, den sonst der Seher überbringt oder durch einen Boten ausrichtet“68, wie ihm auch ״die gegenseitigen Besuche von Baraq und Debora‘4 bedenklich waren. Nun ist deutlich, daß auch in unserem Falle die Verkündigung dem Baraq überbracht wird und daß er sie von seinem Aufbruch aus Qadesch an zu erfüllen beginnt; es ist verständlich, daß gerade er herbeigerufen wird und daß er außer Naphtali auch Sebulon aufbieten soll, weil beide Aufgebote ihm von dem Siege über Jabin her zur Hand wraren, und schließlich auch, daß er die Zusage an die Voraussetzung band, daß auch Debora, zu verstehen mit dem Aufgebot von Issachar, dort erscheinen würde. So werden auch erst v. 8 und 9 verständlich: אם־־תלכי עמי bedeutet nicht nur ein Mitgehen auf den Tabor oder gär nach Qadescli, sondern im Anschluß an 5נתתיה* ב;ךן* v. 7 die Beteiligung an der Schlacht; sonst wäre die Antwort nicht verstündlich, daß Baraq deshalb den Ruhm des Sieges mit einer Frau werde teilen müssen. Wir haben nun die Schlußfolgerung für unseren Zusammenhang zu ziehen, die aber zunächst noch weiter an den Bericht über den Kampf gegen Sisera gebunden ist. Es hat Schwierigkeit gemacht, sich vorzustellen, daß das israelitische Heer für eine Schlacht, die am Kischon im Gebiete \on Taanach und Megiddo geschlagen wurde, zunächst auf oder, wie Budde sagt, am Fuße des Tabor Aufstellung nahm. Unhaltbare Konstruktionen über den Platz und den strategischen Plan der Schlacht waren die Folge. Tatsächlich ist es auffallend, daß der Tabor als Sammelplatz für einen Kampf gewühlt war, den man nicht in seiner Nähe erwarten konnte. Soll man annehmen, der Grund habe nur darin bestanden, daß sich vom Tabor ein weiter Ausblick auf die Kischonebene bot und daß er besonders günstig für den Anmarsch zur Schlacht erscheinen mußte % Es bliebe immerhin eine Entfernung von 30 km bis Charoschet haggojim (El-Hartije) und eine beinahe ebenso lange Strecke bis Megiddo und Taanach. Näher hätte ge- 68 II KO!ff. 3