Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Die Spruch-Verse über Sebulon
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 23)
- Language
- German
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Die Spruch-Verse über Sebulon 31 v. 8 und 9: Baraq macht die Befolgung ihres Auftrags davon abhängig, daß sie mitgehe, und Debora willigt ein. Es müßte also auch für sie gelten, daß sie von Issachar hinauf nach Qadesch und dann zurück auf den an der Grenze von Issachar und Sebulon gelegenen Tabor zog. Was hätte der Grund sein sollen? Bedurfte Baraq ihrer Autorität in seinem Stamme? Kam sie für die Heran- Ziehung des Stammes Sebulon nach Qadesch in Betracht 1 Es lag nahe, eine Lösung dieser Fragen von der Tatsache her zu versuchen, daß hier zwei Berichte voneinander zu sondern sind. Aber man griff zu anderen, eigentümlichen Mitteln, indem man נפתלי־ neben tfig als Zusatz tilgte und die Stadt im Gebiet von Issachar suchte, wo Jos 12und in unsicherer Überlieferung IChr 65765 ein sonst nicht bekanntes Qadesch genannt ist — aber dann wäre jede Verbindung mit dem Aufgebot von Naphtali verloren; oder indem man v. 8 und 9 als jüngeren Zusatz verdächtigte. Budde hat nicht nur beides für möglich gehalten, sondern dazu noch, daß am Anfang von v. 6 ומרןויא und das ganze Ende von ולכןחת an Zusätze seien, so wenig also, wie Debora mit Baraq mitging, dieser zu Debora gekommen wäre, darum 12 נפתלי־hg& nicht das Herbeikommen von dort, sondern nur den Geburtsort bezeichne, und schließlich empfiehlt er auch noch, v. 10 zu streichen, wobei er wieder an die Stadt in Naphtali denkt, während dies in seinem Sinne nicht nötig sein müßte, wenn es in Issachar gelegen wäre. Aber man könnte darüber hinwegsehen und nur dies für wichtig halten, daß er, nachdem Qadesch dreimal eliminiert ist, auf die Vermutung kommt, Baraq sei angewiesen worden, die Truppen gegen Sisera auf dem Tabor, oder, wie er in unzulässiger Weise will, am Fuße des Tabor aufzustellen. Daß er dies aber nicht klar erwies und so vieler Streichungen bedurfte, um zu diesem Resultat zu kommen, hat seinen Grund nur darin, daß er seine Erkenntnis, hier seien zwei Geschichten ineinander geraten, in der Analyse des Textes beinahe vergessen zu haben scheint. Nichts scheint in diesem Falle den natürlichen Voraus- Setzungen mehr zu entsprechen, als daß für den Kampf gegen 65 Dafür Jo&1920; 2l28 קעזיון.