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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 27

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Die Spruch-Verse über Sebulon
Date
1939-01-01
Page
Seite 27 (sequence 19)
Language
German
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Die Spruch-Verse über Sebulon 27 Dt 333 entspricht; wonach nun wohl nicht mehr zweifelhaft sein kann, wie עמים im Sebulonspruch zu verstehen ist58. Aber der Beweis ist damit noch nicht zu Ende, er setzt sich in der Interpretation von יבןראו und dann auch noch in der von זבחי-צדק fort. Die Vorstellung, daß andere Stämme oder Völker an dem Opferfest teilnahmen, hat die Übersetzung ״einladen“ veranlaßt. Es würde sich also nicht nur um ein spontanes Hinzukommen von Fremden handeln, sondern darum, daß Boten zu den anderen Stämmen und zu fremden Völkern und Städten gingen, um sie zu Feier und Messe einzuladen. Diese Vorstellung stammt nicht aus unserem Verse, und überhaupt nicht aus der biblischen Literatur, sie ist aus einem anderen Bereich übernommen, aus Griechen- Land, wo es üblich war, gewisse Feste durch umhergesandte Boten unter den Stämmen anzusagen und den Gottesfrieden unter den Teilnehmern zu verkünden. Daß ein solcher Brauch auch für irgendein Fest in Israel bestanden hätte, ist nicht bekannt, und die Kühnheit der Deutung hat nicht einmal in dem Worte eine Grundlage, aus der man sie herauslas. Denn ,,laden“ ist eine unzulässige Wiedergabe der Bedeutung, die das Wort הןרא in diesem Zusammenhänge hat. Man muß bei der Grundbedeutung ,,rufen“ stehen bleiben, und unter den Anwendungsformen kommt es auf diejenige an, der die Bedeutung eines Zusammenrufens zu einer sakralen Handlung eignet. Es ist dann noch einmal zu unterscheiden zwischen einem Zusammenrufen im eigentlichen Sinne, wie es nur möglich ist, wenn es sich um eine kleine Anzahl von Teilnehmern handelt, denen die Aufforderung unmittelbar zugestellt werden kann, und dem Zusammenrufen der Gesamtheit einer Stadt, eines Stammes, eines Volkes. Beispiele der ersten Art, die sich durchweg auf die Teilnahme an einer Opferhandlung, zu der auch das Opfermahl gehört, beziehen: הפןראים I Sam 913. 22, an der zweiten Stelle mit dem Zusatz #ייסמה ב#ל#ם אי diese 58 Zu den Eiten der Heiligung vgl. Anm. 70 und F. Schwally, Semitische Kriegsaltertümer J, 1901, S. 47; A. Bertholet, Israelit. Kulturgesch., 1919, S. 186f.

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