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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 66

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1938-01-01
Page
Seite 66 (sequence 2)
Language
German
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66 Besprechungen Übersetzung der hebräischen Suff, und Kopula, z. B. Os 2n, Ez 3625 ff.; Jes 531 f., Jer 3131. Die Übersetzung ist nicht frei von exegetischen Auf« fassungen, z. B. Jes 511 ff.; Dan 713 u. 924; wie sie oft nicht einheitlichen Stils ist, da der Übersetzer dem überkommenen lateinischen Text ״Zugeständ« nisse macht"", z. B. Jes 123, Hab 34, Ez 677b. Die Übersetzung kann m. E. deshalb nicht als Kontrolle für den hebräischen Text dienen. 3. Schreibfehler sind eine häufige Erscheinung in den hebräischen Zitaten. In mindestens 20 Zitaten liegen bedeutende Schreibfehler vor. 4. Die hebräischen Texte sind nicht selten a) gekürzt, b) lückenhaft, c) verstümmelt, oder d) aus Halbversen und Bruchstücken von Versen zu« sammengestellt, wie z. B. Zach 1210,11+ 136a a + 136b +1112 + 13? ß. Trotz alledem glaubt Fischer, daß manche Stellen abweichende Überlieferungen enthalten, die bei der masoretischen Uniformierung ver« loren gegangen sind. Genauere Beobachtung lehrt aber, daß die Ab weichungen nicht ursprünglicher Natur sind: Einige Stellen sind gekürzt. So wird 1. Reg 723-26 nur dem Inhalte nach wiedergegeben, und dabei in einem schlechten Hebräisch, wenn keine Fehler seitens des Abschreibers vorliegen. (ויעש שלמה את ים הכחשת עומדת על שתי עשר בקר) Für Odos Missionszwecke war das ausführliche Zitat nicht von Wichtigkeit. So verhält es sich auch mit Dan 235c. ואבכא הדיןהוית לטור רב ומלית כל ארא (statt היין hat MT. די מחת לצלמא) — hier ist fast jedes Wort auffällig: הדין ist Masc. und existiert nicht* im biblisch«aramäischen, die Schreibung von 3. f. sg. הוית und מלית is nirgends belegt, ארא ohne ע . Es liegen noch grammatische Ungenauig« keiten vor in Jes 1110 (והיה statt והיתה) und Jes 667 (הבא statt ״בוא); sonderbar ist auch die im biblischen Hebräisch nicht vorhandene Pualform בית) מאוהבי) in Zach 136 statt Pa. des MT. מאהבי־, wie d;e nachlässige Zitierung Zach 9n (שלחתיך אסיריך) Ebenso sind Deut 1815 und Ez 3625 ff. gekürzte Zitate. Ez 442 f. ist ein interpretierter Text (כי«♦ ♦ יבוא בו anstatt בא ביי). Fischer hat nicht recht, wenn er behauptet, daß, da die Lesung יבוא der messianischen Deutung günstiger sei, man schließen dürfe, daß Odo ein durch christliche Hände überlieferter Cod. vorlag. Die Auffassung von בא im Sinne von יבוא ist auch jüdisch. Vgl. z. B. Raschi zu dieser Stelle. Jes 3810 ist in Odos Zitierung (אני אמרתי בחצי ימי* אלך אל שערי שאול) nur eine freie Wiedergabe des MT. Auch LXX, V. und Pesch, haben das schwierige בדמי gedeutet. Jes 2816 (לכן הנח אנכי יסד בציון וגר) ist nur eine gekürzte Wiedergabe des MT. Das הנה אנכי anstatt הנני ist nicht ursprünglich. LXX—s 1000 efu> und Targs. הא אנא, die Fischer zur Bekräftigung der Ursprünglichkeit des הנה אנכי bringt, sind keine Beweise für deren Echtheit, da diese Übersetzungen oft הנני so wiedergeben; vgl. z. B. Jes 68, 2914, 377. In Mi 51b ist das Plus an נגיר nach ממך לי nur eine Interpretierung, wie es LXX, Targ. und die hebräischen Kommentare des Mittelalters tun. Von derselben Art ist auch Gen 449 — das ursprüngliche ברעה ist durch das verständlichere בינון er« setzt. Jes 531-9 hat eine andere Textfolge als MT. und ist noch dazu sehr lückenhaft. Fischer selbst spricht gegen die Richtigkeit und Ursprünglich״

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