Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2829132-2830031-2830033-2850672--55174-2850751- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Bücherschau 67 keit des Odosclien Zitats, da MT. durch die alten Übersetzungen gestützt, und auch, was die Gedankenfolge anlangt, im Vorteil sei. Tatsächlich abweichende Texte liegen m. E. nur in Zach 131 והיה ביום ההוא יהיה מעין פתוח לבית יהודה לטהר ... und in Ps 2217-10. כרו ידי ורגלי . .. ידו גורל Kurzum: Der ganze Text der hebräischen Zitate, die, wie Fischer nach* gewiesen hat, nachträglich und von einem anderen Schreiber in die vom Verfasser des lateinischen Textes gelassenen Lücken eingetragen wurden, ist in einem so defekten Zustande überliefert, daß es kaum zulässig ist, ihn zur Grundlage sogar für nur wahrscheinliche Schlüsse über außermasore״ tische Texte zu machen. Fischer spürt es auch und erwartet, daß seine Abhandlung ״zur Diskussion Anlaß geben wird“. Ich wage auch die Ver״ mutung auszusprechen, daß das ״Punktationssystem“ der vier Zitate auch ein Ergebnis der Nachlässigkeit bei der Wiedergabe der individuellen Aus״ spräche der Abschreiber ist. Es ist möglich, daß die Forschung in der Zukunft manche Über״ raschungen auf dem Gebiete der frühmasoretischen oder außermasoretischen Bibeltexte bringen wird, die besprochene Abhandlung aber scheint uns nicht dieser Art zu sein. Moses Sister. Bücherschau. Besprechungen^ soweit nicht gezeichnet, vom Herausgeber. Shalom Ben״Chorin, Kritik des Estherbuches, eine theologische Streit״ schrift, Jerusalem, Heatid Salingre u. Co., 1938, 16 S. Begründet mit scharfer Kritik zumal an Mardochai den Vorschlag, das Purimfest vom jüdischen Kalender abzusetzen und das Buch Esther aus dem Kanon zu streichen. Ph. Biberfeld, Einführung in die jüdische Geschichte, Frankfurt a. M., Hermon״Verlag, 95 S. Die Schrift beschränkt sich auf die Behandlung der Bibel und der biblischen Geschichte. Sie stellt fest, daß die neuere Wissen״ Schaft keineswegs voraussetzungslos an die Bibel herantritt, vielmehr von der Unmöglichkeit der Wunder und der echten Prophetie ausgeht; dazu kommen Judenfeindschaft und das Bestreben, das Judentum als Vorstufe des Christentums darzustellen, so daß sich ein völliges Zerrbild ergebe. Im Gegensatz zu diesem sucht B. die biblische Chronologie und mit Hilfe der Ausgrabungen die Glaubwürdigkeit der Patriarchen geschiehte zu verteidigen und nachzuweisen, daß bereits im vorprophetischen Israel;,,das gesamte soziale und religiöse Leben auf den Gesetzen der Thora aufgebaut war und z. T. bereits grundlegende Ausgestaltungen über das in der Thoia Gebotene hinaus aufzuweisen hatte.“ Zu Martin Bubers 60. Geburtstag, 8. Februar 1938, Ein Rundbrief an die jüdischen Lehrer, Reichsvertretung der Juden in Deutschland1, 23 S. Enthält u. a.: Robert Weltsch, Martin Buber der Erwecker, und eine Rede über Buber vor Jugendlichen, gehalten von Ernst Simon. Jos. Carlebach, Renegatentum des Geistes, Frankfurt a. M., Israelit und Hermon G. m. b. H. 1937, 47 S. Eingehende, scharfe Kritik an Elias Auerbachs ״Wüste und gelobtes Land“ II, dem insbesondere der Vorwurf gemacht wird, daß er die jüdische Bibelwissenschaft übergeht und unter 5*