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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 44

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 1
Article
Der Gilead-Vertrag
Date
1938-01-01
Page
Seite 44 (sequence 23)
Language
German
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44 Bruno Finkeischerer Aramäern182, Griechen183 und Römern184 die Regel war und wie wir sie auch hei den Israeliien finden185, mag auch in diesem Falle mit der Anrufung der Gottheit als Richter verbunden gewesen sein. Zu diesem Eid gehören Zeugen186 und als solche erscheinen hier zugleich gal und masseba187 wie die Gottheit selbst188. Dabei schwört jeder Teil bei seinem Gotte, wie wir das auch in den hethitisdien189 und römischen100 Verträgen finden, während im Zweistromland gelegentlich die Götter der unterlegenen Partei fehlen191. Wenn Jakob bei dem Gotte seines Vaters Isaak192 schwört, so hat das in der Familie Abrahams mit ihrem einzigartigen Gottesbegriff natürlich seinen besonderen Sinn193. Doch finden sich entsprechende Ausdrücke auch in verschiedenen anderen religiösen Kreisen194. Eine be- 182 Bauer 7, 11, 15; vgl. Alt, ZDMG 88 S. 249, 251, Driver 205. 183 Sch wahn 1108, Phillipson I 387. 184 Täubler Imp. 352. 185 Kittel II5 358 (mit Bezug auf Dt 2711 f.), auch I5 203. Vgl. b. Sebu'ot 35b f. 186 In Rom gibt es für die Urkunden der Staatsverträge (Täubler Imp. 361), nach babylonischem Recht (San Nicolö, Beiträge 133) für Ver״ waltungsurkunden keine Zeugen. 187 Die 2 Zeugen des biblischen Rechts sehen darin Jishaq 'Arama und Ba'ale hat״Tosafot zur Stelle, sowie Ehrlich 161. 188 Alseik beweist die Notwendigkeit beider; vgl. Dillmann 337, Karge 6; anders Gunkel Handk. 352. 189 Darauf weist schon Jacob 625 hin, ebenso Kittel I5 202, vgl. Schwahn 1108. In den hethitiscRen Verträgen finden wir noch eine Unterscheidung zwischen Götterzeugen und Göttern als Eideshelfern (Schachermeyr 181); erstere fehlen bei den Verträgen mit hethitischen Prinzen (ib. 182). 180 Wegner 47. 191 In einem babylonischen Vt. Weidner AfO 8 S. 27, nach Korosec95 in der Regel in assyrischen Verträgen, doch stehen auch die Götter des Vasallen Weidner ib. 32. Danach ist die These Prockschs 189, Vers 49 stehe (nur) der Gottesname des verpflichteten Teils, wohl falsch. Anders Alt, Gott der Väter 19 Anm. 1. 192 Über den ״Gott Abrahams“ in den Versionen s. Holzinger 207; doch darf man mit Tuch 398 ruhig am MT festhalten. 193 Vgl. aber auch Heinemann, Philos griechische und jüdische Bil« düng 83. 194 In altassyrischen Texten: J. Lewy Revue de Y histoire des religiöns CX (1934) 51 f.; in Syrien und bei den Nabatäern: Alt, Gott der Väter; in griechischen Texten aus Kleinasien: Keil ~ v. Premerstein, Bericht über eine 2. Reise in Lydien Denkschr. d. Wiener Akademie phil.«hist. Kl. LIV 92,

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