Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 35

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 1
Article
Der Gilead-Vertrag
Date
1938-01-01
Page
Seite 35 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2830031-2830033-2850665--55131-2850719
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Der Gilead« Vertrag 35 der letzteren — nacht den Perserkriegen de facto und vielleicht auch de jure eine kriegerische Verkehrsgrenze gegeben96. Inwieweit zwischen Rom und Karthago 241 etwas Ähnliches festgelegt wurde, ist sehr strittig97. Jedoch scheint vor dem Krieg zwischen Rom und Antiochos d. Gr. ein ähnliches Verhältnis vorgeschlagen worden zu sein98. Eine völlige Übereinstimmung mit dem Gileadvertrag liegt jedoch nur99 im Ebrovertrag zwischen Rom und Hasdrubal von 226 vor100, als dessen Inhalt Polybios101 angibt: ׳cy|v psv #XX7]v Tß7jptav uapsauojtwv ־׳cov bk %aXot5j1evov 5IßYjpa 7coxa|x6v oö% I8e1Kapx1Q80vc01>c TcoX£p.(p102 Siaßatvstv. Nach der ganzen politischen Situation kann kein Zweifel bestehen, daß der Ebrovertrag zweiseitig aufgebaut war und wir — wie im Gileadvertrag — eine entsprechende Verpflichtung Roms anzunehmen haben103. Nach dem Muster der meisten antiken Verträge dürfen wir annehmen, daß diese Verpflichtung wörtlich der bei Polybios überlieferten entsprach104. 06 Plutarch Kimon 13 (486/7), 19 (491)r Isokrates, Areopag. 37 § 80 (156b—c); vgl. Walter Otto, Historische Zeitschrift 145 (1932) 502. 87 So Zonaras VIII 17 und danach Mommsen, Gesch. I 534 Anm.; hin« gegen nach Täubler Imp. 93 eine Fälschung; Vorgesch. 113 sieht er darin nur einen Vorschlag des Volkes, nicht den endgültigen Vt.״Text. 08 Pol. XVIII 472; vgl. Heuß 86. 09 Appians (Syr. 39) Bericht über den Vt. Roms mit Antiochos dürfte kaum den authentischen Wortlaut bieten, der sich vielmehr bei Pol. XXI 4314 findet. Vgl. Täubler Imp. 77 Anm. 4. 100 ygL über die mit dem Ebrovt. zusammenhängenden Fragen zu״ letzt Otto, Hist. Ztsr. 145 S. 489 ff., der S. 516 die Literatur zusammen« stellt, sowie Oertel, Rheinisches Museum f. Philologie NF 81 (1932) 221 ff. 101 II 137, entsprechend III 279, 293, 303; der Ausdruck sri 7uoXs|1<p fehlt aber in den Worten der römischen Gesandten III 155, ferner App. Lib. 6 und Ann. 2; noch allgemeiner ist Livius XXI 27 und XXIV 137 gefaßt; über App. Iber. 7 s. Anm. 104. 102 Otto 501: ״bei militärischen Operationen“, Oertel 225: ״militärisch“; daher war der Vt. mit dem Bündnis mit Sagunt vereinbar: politische Bin« düngen sind trotz des Vt. möglich (Täubler, Vorgesch. 61). 103 Täubler, Vorgesch. 49, Otto 501, 503, Oertel 225. 104 Gegen Oertel 228 wird also Appian Iber. 7 nicht den ursprüngliehen Text bieten, wie er sich auch für den übrigen Inhalt des Vt. als durchaus unzuverlässig erweist (anders Behrens GGA 1923 S. 218 f., der 3*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.