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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 148

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Über Raschid ad-Daulas jüdischen Ursprung
Date
1937-01-01
Page
Seite 148 (sequence 4)
Language
German
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148 Walter Fischei seiner Feinde gewesen sei: ״II me parait impossible de soup- Qonner que Rashid professät le judaisme, ni meine que ce fut un juif converti ä la religion musulmane16. Seit Quatremeres Aussage ist jedoch die Quellenbasis zur Erkenntnis von Leben und Wirken Raschid ad-Daulas so erweitert worden, daß; schon E. Blochet17 die von Quatremere vorgebrachten Daten in wesentlichen Funkten revidieren mußte,, und im Lichte unserer neuen Quellen ergibt es sich, daß: das gerade Gegenteil von Quatremeres Aussage der ob- Xektiven Wahrheit am nächsten kommt. Diesen Aussagen unserer Quellen lassen sich noch zwei weitere hinzufügen. Selbst wenn wir die Angabe von Ibn as-Sakkai18, wonach Raschid ad-Daula von sich selbst gesagt haben soll -״Ich. war ein einfacher Jude, ein Apotheker, ein Arzt . . .“ unberücksichtigt lassen, so bleibt noch das sehr eindeutige und fast zeitgenössische Zeugnis des arabischen Geograpben Ibn Battuta19, dem noch im Jahre 1325 während seines Aufenthalts in Baghdad die jüdische Abstammung von Raschid; ad-Daula bekannt war, und der sich bei der Begegnung mit dessen Sohn Ghiyath ad-Din in Baghdad daran erinnert, daß sein ¥ater,, Khpdja Raschid* einer ״von den jüdisehen Emigranten' gewesen war20. II. Im Lichte all dieser Quellen ist an der jüdischen Abstammung Raschid ad-Daulas nicht mehr zu zweifeln.. Und gerade 16 E. Quatremere: Histoire des Mongols de la Perse par Rashid ad״Din Paris 1836, S. 5.. 17 E. Blochet: Introduction ä l’histoire des Mongols, London 1910. 18 cf. E, Blochet, S. 30. 10 Vöyages ed. Paris 1914. II. p. 116. 20 Es sei hier auch, auf, eine merkwürdige Inkonsequenz der Quellen in bezug auf die Laqab ״ad״Deula“ hingewiesen. Manche Autoren nennen ihn Raschid a d,״ Din,, als welcher er auch bisher am meisten bekannt war, andere — inklusive unsere Quellen —■ sprechen von ihm als Raschid ad״ Daula. Schon diese Verwechslung ist symptomatisch und wäre kaum denkbar im Falle eines Mannes von unzweifelhaft islamischem Ursprung. Wahrscheinlich wurde er nach, seinem Übertritt zum Islam Raschid ad״Din genannt. Vgl. E. Blochets Standpunkt betreffs der Bezeichnungen ״ad-Daula“ und ״ad-Din“ in seiner Ausgabe von Mufaddal b. a Fadail (Patrolog. Orient. Vol. XX S. 36).

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