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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 147

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Über Raschid ad-Daulas jüdischen Ursprung
Date
1937-01-01
Page
Seite 147 (sequence 3)
Language
German
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Über Raschid ad~Daulas jüdischen Ursprung 147 schaft an Arghun b. Abaqa11 überging, wurde Raschid ad-Daula weiter benötigt, und er diente auch allen anderen Tatarenkönigen12 bis Kharbanda13 kam, bei dem er die höchste Würde einnahm und zu dessen Wesier er gewählt wurde . . .“ Auch in ״Durar al-Kämina“14 heißt es: ״Fadl Allah b. Abi 1-Khair b. Ali al-Hamadhani, der Wesier Raschid ad-Daula Abu FFadl: — sein Vater war ein jüdischer Drogenhändler, er aber trat zum Islam über und schloß sich Ghlzän an und diente ihm. Er kam durch die Arzneikunst bei ihm immer mehr voran, bis er ihn zum Wesier ernannte . . .“15. Uns interessiert hier nicht primär sein grandioser Aufstieg vom Arzt zum Wesier — der eine Parallele in dem Aufstieg seines Vorgängers und Zeitgenossen Sa‘d ad-Daula hat — als vielmehr der absolut deutliche Hinweis auf seinen jüdisehen Ursprung, auf seinen Vater, der ein jüdischer Apotheker war. Kein Geringerer als der französische Orientalist E. Quatremere hat sich genau vor hundert Jahren wohl als erster mit der ״Judenf r age“ Raschid ad-Daula5 s befaßt und nachzuweisen gesucht, daß das vermeintliche Judesein von Raschid ad-Daula nichts weiter als eine Erfindung 11 Von 1282/89. In die Zeit dieses Arghün Khan fiel der Aufstieg des Juden Sa’d ad-Daula. Vgl. ״Jews in the economic and political life of med. Islam, pp. 90/117. 12 Über seine Dienste als Arzt unter Gaikhatu besitzen wir eine interessante Aussage bei dem syrischen Chronisten Bar Hebraeus: Chronicon Syriacum ed. Paris, fol. 583, wo wir lesen: ״Ein Jude namens Raschid ad- Daula wurde beauftragt, für Ghaikhatu Khan Nahrung zu besorgen- Unter Ghäzän 1295/1304 vollzog sich die entscheidende Wendung seiner Laufbahn: aus dem Arzt wurde der Staatsmann, der Wesier der Mongolen. Diesem Herrscher widmete Raschid ad-Daula auch sein grobes Geschichts״ werk. 13 Er hieß auch Uljaitu oder Khudabanda und regierte von 1305/16. Auch unter dessen Nachfolger Abu Said wirkte Raschid ad-Daula noch über ein Jahr als Wesier. 14 10c. cit. UI S. 232. 15 Ähnlich auch Shadharät adh-dhahab, ioc. cit. VI S. 45. Die biographische Notiz über Raschid ad-Daula in Manhal Safi, Ms. Paris Nr, 2071 fol. 219b (davon photographische Kopie in der Urtiversitätsbiblipthek Jerusalem) enthält nichts über seine jüdische Abstammung. 10*

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