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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 134

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Hebräische Blumengedichte aus Spanien
Date
1937-01-01
Page
Seite 134 (sequence 4)
Language
German
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134 Jefim Schirmann in Mnsik setzten. Die Leute aber ließen sich, viele von ihnen abschreiben wegen ihrer Schönheit und der Eigenartigkeit ihres Gegenstandes‘66. Danach führt der arabische Historiograph eine Reihe von Beispielen für solche Gedichte, und zwar Stücke über die Myrte (äs), Zitrone (turungän), Narzisse (nargis), Veilchen (banafsag), Levkoie (hirl), Rose (ward) und Lilie (süsän). Verfasser sind die beiden Hofpoeten Sä‘id b. Husain aus Bagdad (um 1000) und Ibn D a r r ä g a 1 ״ Qastalli (958—1030), die bekanntesten spanisch-arabischen Dichter ihrer Zeit. Der höfische Charakter der Gedichte ist zu erkennen an der obligaten Verquickung des Lobes einer Blume mit dem Lob des allmächtigen Brotherrn* * 6 7. Wir werden wohl mit unserer Annahme nicht fehlgehen, wenn wir die Entstehung der hebräischen Blumen-Poesie in einem direkten Zusammenhang mit der arabischen ״Nuwwärijja“-Mode bringen. Tatsächlich finden wir die ersten hebräischen Blumengedichte in dem Diwane von Sem ü9e 1 han-Nägid (aus Cordova, 993—1056), eines jüngeren Zeitgenossen von Sä’id und Ibn Darräg. Dieser Dichter, der die höchste Empfindlichkeit für malerische Wirkungen eines Verses besaß und seine besondere Freude an der prägnanten Wiedergabe eines geschauten Bildes hatte, muß die neu aufgenommene Gattung als eine willkommene Bereicherung des damals üblichen Poeten-Repertoires empfunden haben. Eines von seinen Blumengedichten ist in echte anakreontische Stimmung getaucht; im Grunde genommen gehört es zur Gattung des Weinliedes, in dem ja auch sonst die Be- Ziehungen zur Natur besonders stark sind, nur daß in diesem Falle die Schilderung einer Blume — nämlich der Rose — in den Vordergrund gerückt ist und so zum Hauptgegenstand des Gedichtes wurde: et vie sociale. Paris 1932, S. 174—175 (über die Bewässerung vgl. a. a. O. S. 165—167). 6 Ibn ,Idäri al״Marrakus1, AlnBayan al-Mugrib. Tome Troisi&me, Histoire de L'Espagne musulmane au Xleme siäcle, ed. E. Levi-ProventpaL Paris 1930, S. 18. 7 s. R. Biacbere, Seud de Bagdad (Hesperis XI [1930]), $. 32.

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