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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 125

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Die altrussischen Handschriften der Logik und ihre jüdischen Quellen
Date
1937-01-01
Page
Seite 125 (sequence 6)
Language
German
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Die altruss. Handschriften d. Logik u. ihre jüdischen Quellen 125 daß es sich um keine originellen Schriften, sondern um Uber- Setzungen und zwar direkt aus dem Hebräischen handelt. Wie die synodale Schrift enthalten auch diese hebräische Sprachkonstruktionen, Beispiele, die in der jüdisch-arabischen Philosophie des Mittelalters geläufig sind, Namen der Länder, Menschen und Tiere nach der hebräischen Orthographie, bilden jedoch keine Fortsetzung dieser Handschrift und sind auch miteinander nicht verbunden. In den gedruckten logisehen Schriften der jüdischen Philosophie des Mittelalters konnte ich keine feststellen, die diesen Übersetzungen als Vorlage dienen konnte. Wahrscheinlich lagen dem. Übersetzer oder den Übersetzern dieser logischen Schriften als Quellen einige der vielen hebräischen philosophischen Hand- Schriften vor, die in den Bibliotheken noch auf Beschreibung und Herausgabe harren. Der oft in diesen Handschriften zitierte ״Aviassaf“ könnte vielleicht einen Fingerzeig geben, wo diese Quellen zu suchen sind. Die Vermutung von P. Kokovzev (Ssobolevski, ibid. S. 407 Anm. 2), daß unter Aviassaf Al-Farabi zu verstehen sei, weil er in der jüdischen Philosophie neben אבונצר אלפראבי die Namen ו׳ יושע הישמעאלי und אבי ישע trägt, ist durch die Tatsachen zu bekräftigen, daß Al- Farabi neben Aristoteles der weitest bekannte logische Schriftsteiler war, dessen logische Schriften selbst von Maimonides zum Studium empfohlen wurden. Viele seiner logischen Schriften sind uns nicht nur im arabischen Original, sondern auch in hebräischen Übersetzungen überliefert worden6. Die intensive Beschäftigung mit der Logik und den logischen Schriften Al-Farabis in den jüdischen gelehrten Kreisen findet besonders im XV. Jahrhundert in der Türkei, hauptsächlich in Konstantinopel, statt, in der Stadt, die sich unter der Herrschaft der Türken zum Zufluchtsort vieler jüdischer Gelehrter und zum Zentrum der jüdischen Bildung und Wissenschaft entwickelt. Dort schreibt Sabbathai b. Malkiel ha-Kohen sein logisches Werk über die Syllogismen und Chanoch Zaporta, einer der großen und vornehmen Katalonier, entwickelt eine 0 Vgl. den Schluß des Briefes von Maimonides an Jehuda ibn Tibbon vom 8. Tischri 4961 (פאר הדור Lemberg 1859 Bl. 28a), Steinschneider Al-Farabi 1879 S. 13 ff., dessen ״hebräische Übersetzungen1' § 15 S. 43—48.

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