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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 121

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Die altrussischen Handschriften der Logik und ihre jüdischen Quellen
Date
1937-01-01
Page
Seite 121 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Die altruss. Handschriften d. Logik u. ihre jüdischen Quellen 121 läufige hebräische Ausdrücke Verwendung finden. Es lag nun die Vermutung nahe, daß dieses kein Originalwerk, sondern eine Übersetzung, und zwar des Maimonides sein müsse, der in der europäischen Literatur auch als Moses Ägyptiacus bekannt war. Der von A. J. Harkavy unternommene Vergleich einiger von Ssobolevski zitierter Stellen dieser Handschrift mit der Logik des Maimonides (ס׳ מלות ההגיון) bestätigte diese Vermutung. Ein weiterer von P. K. Kokovzev gemachter Vergleich dieser Zitate korrigierte die Feststellung Harkavys insofern, als diese Handschrift keine wörtliche Übersetzung, sondern eine Wiedererzählung oder Bearbeitung des hebräischen Textes des Maimonides darstellt. Die Tatsache, daß dieser Handschrift eine hebräische Quelle zugrunde liegt, daß sie viele hebräische Redewendungen und Termini benutzt, sprachlich von Südrußland abhängig, von dem Teil Rußlands, aus dem die judaisierende Bewegung nach Novgorod drang, und daß der Erzbischof Gennadij in seinem Sendschreiben vom Jahre 1489 an den Erzbischof Joassaph eine ״Logik“ der Judaisierenden erwähnt, genügten Ssobolevski, um sie als die ״Logik der Judaisierenden“ zu bezeichnen und der beträchtlichen Literatur der Sektierer zuzurechnen. Als solche ist sie seitdem in den Werken über die russische Literatur und über diese Sekte bekannt und angeführt. Eine Publikation dieser Handschrift ist bis jetzt noch nicht erfolgt, es ist mir bis jetzt auch noch nicht geglückt, eine photographische Aufnahme zwecks näherer Feststellung des vollständigen Textes und seiner Abhängigkeit von der hebräischen Vorlage zu erhalten. Meine eingehende Untersuchung der bei Ssobolevski angeführten Zitate und ihr Vergleich mit dem hebräischen Text ergab zwar die Richtigkeit der Behauptung Kokovzevs gegen Harkavy, führte mich jedoch zu der Feststellung, daß die Handschrift neben der Logik des Maimonides noch eine andere philosophische Schrift enthält, die fälschlich als Fortsetzung der Logik betrachtet wurde. Die beiden Schriften wurden durch falsche Paginierung und falsches Binden durcheinander gebracht. Die zweite philosophische Schrift beginnt z. B. auf Bl. 69, während das 10. Kapitel der Logik sich auf Bl. 66 befindet und auf Bl. 76 der

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