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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 120

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Die altrussischen Handschriften der Logik und ihre jüdischen Quellen
Date
1937-01-01
Page
Seite 120 (sequence 1)
Language
German
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120 Haim Borodianski Die altrussischen Handschriften der Logik und ihre jüdischen Quellen. Yon HaimBorodianski. Das letzte Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts zeichnet sich durch viele wertvolle Arbeiten auf dem Gebiete der Er- Schließung der Quellen slavischer und altrussischer Literatur aus. Die Veröffentlichung neuer, bis dahin unbekannter und unbeachteter Denkmäler lenkte die Aufmerksamkeit einiger Gelehrter wieder auf die Ende des XV. Jahrhunderts in Rußland, hauptsächlich in Novgorod und Moskau, verbreitete religiöse Bewegung, die von ihren Gegnern und Bekämpfern als ״Häresie der Judaisierenden“ bezeichnet wurde und unter diesem Namen bekannt ist. Fast gleichzeitig mit der Publikation neuer Akten zur Geschichte des gegen diese Häresie gerichteten Konzils vom Jahre 1490 und einer polemischen Schrift ״gegen Juden und Sektierer“, machte A. J. Ssobolevski einige Mitteilungen über die von ihm in der Bibliothek der heiligen Synode zu Moskau entdeckte altrussische Logik, die er als ״Logik der Judaisierenden“ (Logika zydovstvujuscich) bezeichnete* 1. Diese Handschrift aus der Mitte des XVI. Jahrhunderts (8°, 134 Bll, stark) trägt die Überschrift ״Reden Moses des Ägypters“ und enthält zwei Teile, von denen der erste eine kurze Logik, der zweite eine Metaphysik darstellt. Die Sprache der Logik ist südrussisch, enthält einige Elemente des Kirchen-Slavischen und Polnischen und zeichnet sich durch eine sonderbare logische Terminologie aus, in der manche, in der jüdischen philosophischen Literatur ge- Sefer Hamizwoth, wie beispielsweise das in vielen Exemplaren handischriftlieh eingetragene ס, הכולל, s. CB S. 1880 Mitte. 1 Der Bericht über die Logik ist zuerst in den Denkmälern alten Schrifttums und Kunst der Königlichen Gesellschaft der Freunde alten Schrifttums Bd. CXXXM St. Petersburg 1899 S. 5—10 veröffentlicht, später in erweiterter Form von Ssobolevski in seinem Werk ״Perevodnaja Literatura moskovskoj Russi XIV—XVII vekow“ (die Übersetzungsliteratur des Moskauer Rußlands) in den Veröffentlichungen der Kgl. Akademie der Wissenschäften, Abt. Russ. Sprache und Literatur, Bd. LXXIV Nr. 1, St. Petersburg 1903 S. 401—406.

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