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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 114

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Zum ursprünglichen Titel von Maimunis Buch der Gebote und seiner Geschichte
Date
1937-01-01
Page
Seite 114 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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114 Jakob Neubauer Risdionim von jener Zeit an, die, soweit das Arabische bei ihnen nicht Umgangssprache war, das Buch größtenteils aus einer der drei Übersetzungen benutzten19, gebrauchen die Be- Zeichnung 20ספר המצות. Ebenso gebraucht jenes von Hirschfeld edierte Cambridger arabische Genisa-Fragment eines Verzeichnisses der Gebote21, das nach unserer Annahme22 von einem späteren Autor auf Grund von Maimunis Buch der Gebote und jenem dem Mischne-Thora vorangehenden מכין המצות zusammengestellt wurde, bereits für ersteres ständig die Be- Zeichnung ספר המצות. Jedoch begegnet23 auch die Bezeichnung ספר מנין המצות, so bei Abravanel24. 19 Über dieselben vgl. Steinschneider, HÜ 926 ff., ArL 202; Heiler, Einl. 3 ff. 20 Belege hier überflüssig, für R. Salomo ben Adreth vgl. etwa Responsen II (= 230 (תולדת אדם, Liv. 1657, 56a; s. auch Heller, Einl. 10. 21 S. ob, S. 108 f. 22 Oben S. 109 f. 23 Entsprechend dem הספר הזה שאבאר בו מנין המצות, חבור בענין מנין המצות, vgl. oben S. 108, 107 N. 5; s. a. HÜ 927 N. 161. Hingegen muß der Hinweis auf den von Steinschneider, CB 1881 oben Z. 3, angeführten Passus entfallen, da gerade diese Stelle der Einleitung, wie auch aus dem tibbonidischen Text her״ vorgeht, nacht das Buch der Gebote, sondern das מנין המצות am Anfang des Mischne Thora meint (vgl. bereits Peritz, Diss. S. 8 N. 3). 24 Belege CB S. 1881 oben. Diese Erscheinung, daß man auch späterhin (vgl. weiter S. 115 ff., bes. S. 117 N. 30a) für das Buch der Gebote Maimunis vielfach an der Bezeichnung ספר מנין המצות festhielt, könnte auch damit Zusammenhängen, daß mit der Bezeichnung ם׳ המצות die Vorstellung von Werken nach der Art des großen Sefer Hamizwoth des R. Mose aus Coucy oder des kleinen von R. Isaak aus Corbeil verbunden wurde, die ein nach den biblischen Geboten geordnetes Kompendium der materiellen Halacha enthielten; sei es in der ausführlichen Art des Semag oder in der gedrängten Zusammenfassung des Semak. Mai״ munis Schrift hingegen enthält keinen noch so gekürzten Auszug der materiellen Halacha, sondern neben den Strafbestimmungen für die Zuwiderhandlüng und den Bestimmungen über den personalen, territorialem oder zeitlichen Geltungsbereich der Gebote nur die für das Wesen dei Gebote und weiterhin für die formelle Feststellung dessen, welche Be- Stimmungen als selbständige Gebote zu zählen sind, welche aber in einem andern Gebot mit eingeschlossen sind, notwendigen Angaben, wie dies Maimuni in der Einleitung zum Buch der Gebote zum Ausdruck bringt

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