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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 113

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Zum ursprünglichen Titel von Maimunis Buch der Gebote und seiner Geschichte
Date
1937-01-01
Page
Seite 113 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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Zum ursprüngl. Titel von Maimunis Buch der Gebote 113 wird, bei den einzelnen Klassen in der Regel der Terminus מצות gebraucht und doch dazwischendurch ganz willkürlich (JQR 6, 706 bei Nr. 11, 12, 14, 15) 15שראיע. Ebenso wiederum begegnen häufig arabische Bezeichnungen für unstreitig hebräisch geschriebene Bücher16, so daß im jüdisch-arabischen Kulturkreis aus dem Buchtitel überhaupt kein zwingender Rückschluß auf die ursprüngliche Sprache des Buches gezogen werden kann. Wenn es sich dazu noch, wie bei dem Buch der Gebote Maimunis um eine Schrift handelt, die eigentlich bloß als Einführung und Vorarbeit für den hebräischen Kodex gedacht war und es sich ferner dabei um einen in der jüdischarabischen Literatur so eingebürgerten Terminus als .מצוד handelt, darf daher wohl die Annahme, daß, wenn Maimuni seiner Schrift überhaupt einen förmlichen Titel gegeben hat, dieser von vornherein פפר המצות war, wohl in der Tat als das Wahrscheinlichste bezeichnet werden. Merkwürdigerweise hat sich jedoch ein gewisser Dualismus der hebräischen Bezeichnungen noch lange erhalten. Der Titel ספר המצות ist der allgemein verbreitete. Er begegnet u. a. bereits in einem arabischen Codex des Buches der Gebote vom Jahre 1277; s. Steinschneider, CB S. 1880; Ad. Neubauer, Cat. Hebr. Manuscr. in the Bodl. Libr., 1886, S. 176, Nr. 858. Schon Josef ben Salomo Ibn Ajub, um die Mitte des 13. Jahrhunderts17 gebraucht die Bezeichnung ספר המצות im Vorworte seiner Übersetzung, וקרא שם הספר הזה ספר המצות; Heller, Einl. 20) 17a׳. Nachmani hat diese Bezeichnung ספר המצות sogar zum Titel seiner eigenen polemischen Bemerkungen, der השגות הרמב״ן, wie man sie später zu nennen pflegt, gemacht18. Die meisten Nr. 2; vgl. auch 331 Nr. 3; s. auch. M. G u t t m a n n, בתיבת המצוות, Brest Jahresbericht 1928, 53 f. 15 Übrigens liegt es meiner Auffassung nach durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß in dem (ob. S. 111 N. 12) erwähnten Fragment Halper, Cat. Philad. Nr. 122, die Veränderung von שריעה in מצוה von einem Kopisten her« rührt. Sollte daher wirklich, wie Halper meint, jenes Stück ganz zu, Chefez passen, so wäre diese Verschiedenheit allein m. E., gegen Halper S. 66, kein Grund, es Chefez abzusprechen. 16 Asaf, Kirjath Sepher 11, 1934-35, 162. 17 Steinschneider, HÜ 928; ArL 202. 17a Vgl. jedoch weiter S. 119 N. 33. 18 Vgl. weiter S. 119. Monatsschrift, 81. Jahrgang 8

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