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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 112

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Zum ursprünglichen Titel von Maimunis Buch der Gebote und seiner Geschichte
Date
1937-01-01
Page
Seite 112 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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112 Jakob Neubauer Frage ״hebräischer oder arabischer Buchtitel“, zumal für einen halachischen Schriftsteller jener Zeit, der, wie man zu sagen pflegt, ״arabisch“ schrieb, d. h. in Wahrheit einen Text verfertigte, der neben dem Arabischen (in hebräischen Schrift- Zeichen) nicht allein die zahlreichen hebräischen Termini und biblischen Schriftstellen, sondern auch die vielen talmudischen Bestandteile sprachlich unverändert enthielt13, also in Wirklidikeit ein durchaus gemischt arabisch-hebräisch-aramäisches Kolorit trug, einen Schriftsteller, der sich auch um die bibliographische Korrektheit und Konsequenz in der Bezeichnung seiner Schrift gewiß keine Sorgen machte, auf ihr wahres Maß reduziert werden. Wie wenig der jüdisch-arabische Schriftsteiler dabei empfand, ob er מצרה oder שריעה schrieb, wie unachtsam er nach dieser Richtung hin verfuhr, — vorausgesetzt freilich, daß im vorliegenden Falle die Unachtsamkeit nicht auf Seiten des Kopisten liegt, was natürlich ebensogut möglieh ist — zeigt die arabische Übersetzung von Saadias Einteilung der Gebote in 24 oder 25 Klassen, die den Inhalt einer Introduktion (רשות) Saadias zu den Asharot bildet14. Hier 1924, Nr. 122, S. 66, stets מצרה, aus welchem Grunde übrigens Halper diesem — noch nicht identifizierten — Fragment die Zugehörigkeit zum Buche der Gebote von Chefez abspricht; vgl. jedoch weiter S. 113 N. 15. 13 Wie die sehr zahlreichen Zitate im Buch der Gebote Maimunis. Bei Chefez ist dem von Maimunis Buch grundverschiedenen Charakter seines Buches der Gebote entsprechend, wie man auf den ersten Blick erkennt, der Anteil der talmudischen Bestandteile noch weit höher; auf mancher Seite sind bei Chefez die talmudischen Exzerpte umfangreicher als der arabische Text. 14 Diese Einteilung ist zu ihrem größten Teil in einem anonymen Genisa-Fragment erhalten; ediert von A. Neubauer, JQR 6, 1893—94, 705 ff.; dazu 7, 1894—95, 172; einen kleinen Teil davon enthält der Anfang eines Kommentars von Samuel ben Chofni zu dieser Einteilung; Schechter, Saadyana Nr. XV — JQR 14, 1902, 211; s. Malter, Saadia Gaon, Philad. 1921, 335 sub B Nr. 2. Die Autorschaft Samuel ben Chofnis für das erstere Fragment, die vielfach behauptet wird, wird entschieden ab׳-, gelehnt durch Halper, Vol. of book of prec. 21. — Diese Einteilung der Gebote in 24 oder 25 Arten, die dieser רשות Saadias enthält, ist jedenfalls, wie schon Joel Müller, Oeuvres completes de R. Saadia Bd. IX, 1897, hebr. Einltg. XIX, bemerkt hat, nicht identisch mit den Gruppen, die sich bei der Aufzählung der 613 Gebote in dem bekannten Lehrgedicht Saadias, beginnend את ד' אלהיך תירא, finden, Müller 57 ff.; vgl. Malter, 150, 330 sub

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