Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Bemerkungen über Bachjas Stil im Kitab al-hidaja ila fara'id al-qulub und dessen Übersetzung durch J. ibn Tibbon
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 6)
- Language
- German
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Einige Bemerkungen über Bachjas Stil 91 . *.ממנו — Kap. IV, 5 ist auf diesem Gegensatz anfgebaut: dem auf Gott Vertrauenden wird der auf Gott nicht Vertrauende gegenüber gestell t. 5. In Bachjas Sprache sind viele Elemente des musikalischen Stils enthalten, desjenigen Stils, der durch seinen Wohlklang auf die Gefühle wirkt, Stimmung erweckt und nichts anderes will. Zahlreiche Alliterationen, Assonanzen, wohlgeordnete Vokalreihen, Wortpaare, die sich durch ihre Konsonanten und Vokale auszeichnen — sind eine häufige Erscheinung im arab. Original, wovon aber der Leser der hebr. Übersetzung auch nicht das Geringste merkt. Aus der reichen Fülle des Materials gebe ich nur einige Beispiele. Einl. 32 al~azalijju l~mugüd ad~daimu l~güd הקדמון במציאותו המתמיד טובתו — Einl. 910 תהיה עבודתו שלמה וגמורה וכוללת tammat kämilai ‘ammat sämilat— III, 3, 13318 at-targib bi-tamäb roat-tarhib bi-l-iqab היחול בגמול והרהות בעונש - Einl.2210 ma~ag‘aluhu gltmian li~gumlatin ולשומו מאסף לכל — I,10,8916 idä hadawta hadwaha roa - salakta sabilahä — כשתתנהג בהם ותלך בנתיביהם — Einl. 168 iariq an-naql ma-iariq al~‘aql — דדך הקבלה והשכל יחד I, 6, 46!! lä jahtillu roa-la jaHillu — לא יוה ולא ישתנה — III, 3, 13717 al-'agil r0a~l~ägil ־י״ הגמול בעולם הזה ובבא II, 5,10812 jammu hammuhu ma-gammuhu תגדל הדאגה לו — Einl. 1114 al~hasd roa~l~hiqd שנאה וקנאה — I, 6, 4614 at-talif ma-t-tarkib — חברו והרכבתו. 6. Bachjas Sprache ist ungewöhnlich vielfarbig und mannigfaltig. Jede Seite des Buches zeugt von seinem Sprachreichtum, der für jeden Gedanken und jeden Begriff einen abwechslungsreichen Ausdruck findet. Die syntaktische Gliederung seiner Sprache ist einfach und leicht zu erfassen. Tibbons unzweifelbares Sprachtalent konnte dem Original nicht gerecht werden. Er war sich auch dessen bewußt, daß die Forderung, die er an eine Übersetzung stellt, ein Ideal sei, das er kaum zu verwirklichen imstande sein werde (vgl. seine Einleitung zu der Übersetzung). In dem syntaktischen Gefüge folgt Tibbon der arabischen Vorlage Wort für Wort, dagegen ist er in der Übersetzung der einzelnen Wörter und Begriffe vollkommen selbständig. Weder kann man behaup-