Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Wiederherstellung einer griechischen Textgestalt des Buches Ruth
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 3)
- Language
- German
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Wiederherstellung■ einer griech. Textgestalt <J. Buches Ruth 57 Aber umgekehrt 27 o'jucr&ev (oder ojuaco) depost, 20 xarömodev post . . . 120 ejuxqccvbv poi 6 htavög amaricabit mici deus5 aber 138JtwcQdtv101ן |97׳ irascor, 2! 6 ixavog potens.46 Diese Schwierigkeiten, sowie alle weiteren, die Rahlfs anführt, nind aber bloß in seiner verfehlten Einstellung und nicht im Texte selbst begründet. Denn die altlateinische Bibelübersetzung ist nicht — wie man aus Rahlfs’ Ausführungen schließen müßte — zweisprachig erhalten: lateiniscti und griechisch, so daß wir das griechische Äquivalent eines jeden lateinischen Wortes und vice versa ohne weiteres feststellen können; sie ist vielmehr bloß in lateinischer Sprache auf uns gekommen, und für die Wiederherstellung ihrer griechischen Yorlage bietet uns St. Augustin einen Fingerzeig (de doctr. christ. 2, 11; zitiert bei: Friedrich Stummer, Einführung in die lateinische Bibel, Paderborn 1928, S. 51): ״qui scripturas ex Hebraea lingua in Graecam verterunt, numerari possunt, Latini autem interpretes nullo modo; ut enim cuique primis fidei temporibus in manus venit Codex Graecus et aliquantulum facultatis sibi utriusque linguae habere videbatur, ausus est interpretari44. Während also Rahlfs — allerdings ohne es offen zu bekennen — im großen und ganzen im Codex B die griechische Vorlage dieser altlateinischen Übersetzung zu erkennen glaubte und daher Systemlosigkeit in der Arbeitsweise des Übersetzers fand, will ich es im Folgenden unternehmen, auf Grund philologischer Regeln durch Rückübersetzung ins Griechische diese Vorlage zu rekonstruieren. Die Schwierigkeiten eines solchen Unternehmens sind dem Fachgelehrten nur zu bekannt, so daß ich nicht erst auf sie hinzuweisen brauche. Ich habe mich bemüht, den lateinischen Text streng wortgetreu ins Griechische zurückzuübersetzen, mit allen seinen auffälligen grammatischen Formen und stilistischen Eigenheiten. Nichts lag mir ferner, als durch Glättung dieser Unebenheiten einen lesbaren griechischen Text schlechthin zu bieten. Ich habe es vielmehr als meine Aufgabe betrachtet, die griechische Vorlage dieser lateinischen Übersetzung i n möglichster Anlehnung an bestehende Septuagintatexte in der Weise wiederherzustellen, daß sie