Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Eisen
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 28)
- Language
- German
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52 Immanuel Low Dämonen verweist Prof. B. Heller (4. VI. .1936) brieflich, auf Liebrecht, Zur Volkskunde 312. Gervasius S. 99 f. Mannhardt, Wald- und Feldkulte 1, 132. Tylor, Anfänge der Cultur 1, 140. Goldziher, Eisen als Schutz gegen Dämonen (ARW X — 1907 — 44 ff.). Eisen als verbotenes Zaubermittel: TSabb. VI 117!!. 25 1186. Als Parallele: Plin. 345 44. REJ 57, 300. Beim Tischgebet soll das Messer zugedeckt werden. Man findet dafür die nachträgliche Begründung, beim Gebet sei der Tisch wie der vom Eisen nicht zu berührende Altar (Rokeah 332. Mag. Abr. 180 Ende. Törä temimä zu Ex 2022). Sebet Jehüdä (Lernberg 1846. f. 51b): Die Juden entfernen das Messer vom Tisch [beim Tischgebet].* Es gehört zum Segen Esaus, soll darum nicht mit dem Tischgebet verbunden werden. Über Eisen als Zaubermittel handelt Blau, Zauberwesen 1898 S. 159 und Marmorstein zu Midras Abkir (Dewir 1, 139 n. 5). Die Asche einer Katzennachgeburt gibt man in ein eisernes Rohr, das man mit einem eisernen Siegel verschließt, damit es die Dämonen nicht entwenden. Streut man von dieser Asche ins Auge, so kann man die Dämonen sehen (Ber. 6a). Der von einem tollen Hunde Gebissene muß zum Schutze vor Dämonen ein Jahr lang das Wasser durch ein eisernes oder goldenes Rohr trinken (Joma 84a. Blau a. O.). Über das Zaubermittel, ein Eisen an die Füße des Bettes der Wöchnerin zu binden (TSabb. VI 117!0), hat Krauss MGWJ 72: 479 gehandelt. Er bespricht daselbst auch die Sitte vor der Abreise ins Ausland einen eisernen Nagel in die heilige Westmauer einzuschlagen und erwähnt dort auch den Nagelfelsen der in Usdia versammelten Weisen (j Hag. III 7832d כיפא מסמרא). V. d) Fabel: Die Fabel von den Bäumen und dem Eisen, die der Midras überliefert, hat M. Sachs in seinen Stirnmen vom Jordan und Eufrat übersetzt (B. r. 5. Bet. ham. II 67. VI 19. Gzbg. Legends V 27. 74). Dukes, Blumenlese S. 208 führt schon französische Parallelen an (Bacher T 2, 18 n. 3). Achikar: OLZ 1912, S. 57. Dazu Herr Prof. B. Heller brieflich 4. VI. 1936: Smend, Alter und Herkunft des Achikar-