Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Eisen
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 27)
- Language
- German
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Das Eisen 51 Berlin 1846. S. 90. Grunwald, Mitt. 15 97. Libanon, Budapest 1936 S. 26. ZDMG 31, 287). In meiner Rezension des sehr wertvollen Buches von Julius Preuß (Bibliseh-Taimudisdie Medizin, Berlin 1911) habe ich (MGWJ 1912, 108) auf diese Verwendung des Eisens hingewiesen: Es soll nicht geleugnet werden, daß die Erfahrung manche hygienische Maßregel lehrte, die uns vielfach als apotropäischer Schutz erscheint, während sie in Wirklichkeit einen erfahrungsmäßigen Hintergrund hat. Man kennt z. B. die für abergläubisch geltende Vorschrift, daß während der Quatemberzeit, tekufa, unbedeckt gestandene Getränke infolge eines hineinfailenden Blutstropfens gesundheitsschädlich sind und nur getrunken werden dürfen, wenn ein neuer eiserner Nagel hineingeworfen wird (Brück, Prabbinische Zeremonialgebrauche 1837. S. 40 f. Jew. Enc. sv. Teküfä), Die neueste Publikation von Christian (Die Bedeutung gediegener Metalle als Desinfektionsmittel. Deutscher Verlag für Volks Wohlfahrt. Berlin. 4. Jahrg. Heft 5 und Ditmar, Neue Freie Presse 21. XII. 1911) weist darauf hin, daß die bakterizide Wirkung der Metalle schon seit langer Zeit bekannt war, jedoch bisher praktisch nicht gewürdigt wurde. Vor allem kommt dem Kupfer die stärkste Wirksamkeit zu. Diesem zunächst liegt Messing, dann Zink und Eisen. In dem mit Kupfer in Berührung gebrachten Wasser wurden Cholera Vibrionen und Ruhrbazillen innerhalb der ersten Stunde vollkommen abgetötet. Trotzdem muß auch schon in kürzerer Zeit zum mindesten eine Verringerung der lebensfähigen Keime und eine Schwächung der Vitalität des Restes stattfinden. Durch Metall (Eisen) verursachte Wunden galten als gefährlich (Preuß a. O. 219 nach Sabb. 134a. Sch. A. O. H. 328, 7 מחמת ב׳). Die Furcht vor Entzündung erregender Eigenschaft des Eisens ist im Altertum weit verbreitet (Preuß a. O.). Damaszenerstahl gegen einen Wassergeist (Bergjuden im Kaukasus. Grunwald, Mitt. 27, 126). Eisen als Zaubermittel getragen: a. O. 1, 114. 3, 8. Beim Volke in Palästina ist es das vornehmste Amulett (Canaan, Aberglaube 84). Dem Gedächtnis ist es abträglich (Goldziher). Für Eisen als Schutz gegen 4*