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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 33

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Das Eisen
Date
1937-01-01
Page
Seite 33 (sequence 9)
Language
German
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Das Eisen 33 folgt der LXX 3 M 15 sphaxüsin, d. h. die Priester sollen schlachten, während nach dem hebr. Text — ושחט — der Dar״ bringende schlachtet. Die Schlachtung durch den Eigentümer galt nach, den Rabbinen als erlaubt (Zeb. 3, 1. T III 48318b 43a. Sifra 6a Weiß), war aber nicht üblich. Ez 48! 1 denkt sich die Leviten als Tempelschlächter: 2 Ch 3017, 356,!! schlachten sie das Passahlamm. Später scheinen überhaupt nur die Priester geschlachtet zu haben. In gaonäischer Zeit war das Andenken der Steinmesser geschwunden; man hielt sor der Bibel, das als Messer diente, für Stahl (Ps. Haj Kelim 13 p. 31 Epstein n. 15). Schon das Targum hatte Jos 52 f. statt der Flintmesser אזמלין חריפין scharfe (Stahl-) Federmesser. Die tannaitische Schriftforschung hat die Frage auf geworfen: wie kam das Eisen dazu, als einziges unter allen Metallen vom Altäre ausgeschlossen zu werden? Aus dem Eisen wird das Schwert, das Symbol des Verderbens, gemacht, während der Altar das Symbol der Vergebung ist. Das Symbol des Verderbens soll aber von dem der Vergebung ferngehalten werden (Midd. 3, 4. Mech. 744a Friedm. CT 2444. Sifra Ked. 92d Weiß. TBK VII 35810. Tauch. Jitro Ende). Der Gebrauch des Eisens ist in den ältesten Kultsatzungen der Völker überall ausgeschlossen. Mit einem bronzenen Messer muß der römische Flamen Dialis sich den Bart abschneiden und mit einem ehernen Pflug muß das Gebiet einer neuen Stadtgründung umzogen werden (Schräder 291). Eisenbekleidete, lob$se barzel, nennt man die Krieger. Esau und das Schwert sind, wie der Midras bemerkt, schon biblisch verbunden (B. r. S. 879 Theodor-Albeck). Darum ist talmudisch das Symbol Roms (— Edom Esau) das Eisen. Es liegt kein Grund vor, für Ex 2025 unter Vergleichung von Ez 26g die Bedeutung ״Gerät zum Behauen der Steine“ anzusetzen, denn hereb steht an diesen Stellen übertragen für Eisen. Auch Schwert und Pflug nennt man metonymisch ferrum (Schräder 292). Daher die tannaitische Auffassung, die zu gäzit bemerkt: behauener Stein, über den man Eisen geschwenkt hat. Zur Begründung des Verbotes die Altarsteine zu behauen Monatsschrift, 81. Jahrgang 3

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