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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 70

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Jüdische Grabsteine und Urkunden aus der Steiermark
Date
1936-01-01
Page
Seite 70 (sequence 13)
Language
German
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70 D. Herzog Schrift erstreckt sich in der Breite oben 43 cm und hat folgenden Wortlaut: Hier liegt begraben und verborgen ein redlicher und bewährter Mann, ein Frommer, der seine Frömmigkeit [bei allen sich darbietenden Geboten Gottes be~ [kündete, Herr Josua, Sohn des Herrn Isak, der am Donnerstag, den 16. Elul des Jahres 5125 (= 4. September 1365) verschieden ist. Möchte doch seine Seele eingebunden sein im Bunde des Lebens. über 47 cm, unten über פה נקבר ונטמן גביר ישר ונאמן התם ותמו בכל מצות ה42 שנזדמן3* ר, יהושע בר יצחק שנפטר ביום ה יו באלול44 קבה לפרט46 לאלף השישי» ת נ צ ב(ה)47 II. Urkunden und Regesten. Die hier veröffentlichten Urkunden zur Geschichte der Juden in Pettau, die zum größten Teile hier zum erstenmale abgedruckt werden, zeigen uns, daß das geschäftliche Leben der Juden dortselbst namentlich im 14. und 15. Jahrhundert, wenn auch für das letztere die Quellen weniger reichlich fließen, sehr rege gewesen sein mußte. Allerdings wissen wir heute, worauf ja auch der von mir veröffentlichte Stein hinweist48, daß bereits im 12. und im 13. Jahrhundert es dort eine recht ansehnliche Judensiedlung gegeben haben wird. So z. B. verkauft der Riehter Nikolaus Waeckchel in Pettau am 7. Juni 1286 sein dortiges 42 Abkürzung für השם Gott. 43 Nithp. von זמן jem. begegnen. Der Gebrauch dieses Wortes weist darauf hin, daß der Verfasser der Inschrift dm talmudischen Schrifttum be~ wandert gewesen ist. 43 Das ד« überflüssig. 45 Nachdem die das Saufende Jahrtausend äusdriiekende Zahl später genannt wird, ist die Phrase: nach der (kleinen) Zählung überflüssig; vgl. Eduard Mahler, Handbuch der jüdischen Chronologie [in Schriften hrsg. v. d. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft d. Judentums], Lpz. 1916, S. 519. 40 Das "ד" am Steine nicht sichtbar. 47 Vermutlich Josua, der Enkel Isserleins aus Marburg? vgl. Rosenberg S. 47, 127, 128, 130 u. 142. 48 Vgl. oben S. 64.

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