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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 67

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Jüdische Grabsteine und Urkunden aus der Steiermark
Date
1936-01-01
Page
Seite 67 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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Jüdische Grabsteine und! Urkunden aus der Steiermark 67 שמת36 א יו37 שנת38 D. Waldstein. Wenn man von Deutsch-Feistritz, einer Station der Südbahnstrecke (Peggau—Deutsch-Feistritz), 20 Kilometer oberhalb Graz, auf der Strecke Graz—Bruck a. M., durch den Übelbachgraben geht, der durch den von der etwa 3000 Meter hohen Gleinalpe kommenden Übelbach durchschnitten wird, gelangt man hach ungefähr einer Gehstunde nach dem kleinen, überaus idyllisch gelegenen Ort Waldstein, von wo aus man eine herrliehe Fernsicht auf die Gleinalpe genießt Hier in diesem Graben hat es im Mittelalter bis in die Anfänge des 19. Jahrhundert hinein ein reges Leben gegeben. Eisenhämmer, Hacken- und Nagelschmiede, Papier- und Pulverstampfen, Mühlen und Bergbau auf silberhaltiges Blei und Zink haben den Wohlstand dieser Gegend stark gemehrt. Handel und Wandel müssen hier einst stark geblüht haben. Nördlich vom Orte auf einem mäßig hohen Berge liegen die Ruinen der alten Burg Waldstein. Im Orte selbst befindet sich das Schloß, derzeit im Besitze Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Th. M. Lichtenstein; dieser feinsinnigen Dame wie auch Herrn Forstrat Rudolf Klug danke ich herzlich für die Erlaubnis, den weiter unten zu beschreibenden Stein, der sich im 1. Halbstock der Hauptstiege im nördlichen Trakte eingemauert findet, zu photographieren. Die Burg Waldstein bestand schon in der Mitte des 12. Jahrhunderts. 1305 kam Ulrich von Walsee in den Besitz von Waldstein, dann übernahm dessen Sohn Ulrich den Besitz, den dann sein Sohn Eberhard im Jahre 1363 dem Grafen Hermann I. von Cilli übergeben hat. Bis 1438 blieb Waldstein im Besitz der Grafen v. Cilli, dann kaufte den Besitz Wilhelm v. Pernegkh - _ .! 38 Aus der vorher gehenden Zeile sind nur geringe, nicht entzifferbare Stümpfe erhalten. 37 Es handelt sich um einen Sonntag, den 17. (welchen Monats?). 38 Das ״W” und der obere Teil des *ב" noch deutlich sichtbar. Der Inhalt der Inschrift ist demnach: (N. N;), der am Sonntag, den 17. gestorben ist, im Jahre usw.

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