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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 60

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Jüdische Grabsteine und Urkunden aus der Steiermark
Date
1936-01-01
Page
Seite 60 (sequence 3)
Language
German
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60 D. Herzog [Hier ruht Herr] Abraham, Sohn [des Herrn] Samuel [der uns] in Weh [zurückgelassen] [im Jahre] 1343/44. [»]8ברה [ם] [p] שמו [אל! 8בצעי[!־] ק״ד»! B. Judenburg11. Wer auf der Südbahnstrecke von Leoben nach Villach fährt, wird bei Zeltweg, dort, wo die Bahn durch das dunkle Fichtenmeer des Murwaldes fährt und das verbreitete Murtal das Aichfeld erblicken läßt, gar . bald angelockt von der Schönheit des Blickfeldes, bewundernd auch auf eine Hochterrasse hinschauen, 8 Die in [ ] gesetzten Buchstaben sind von mir ergänzt. 9 Daß hier ein "ב" zu lesen ist, ersehen wir aus dem erhaltenen Rest des oberen Balkens. 10 Wenn unsere Lesung richtig ist, — der horizontale Strich nach dem ״p״ ist geradlinig — dann ist unser Stein im Jahre 5104 — 1343/44 gestellt worden. 11 Einiges Material zur Geschichte der Juden, in Judenburg haben beigebracht A. F. Leithner, Versuch einer Monographie über die k. k. Kreisstadt Judenburg usw., Judenburg 1840, S. 14 f,, der aber der Wissenschaftliehen Forschung und den Tatsachen nicht standhält. Ihm folgen kritiklos R. Peinlidy Judenburg und das h. Geistspital daselbst, Graz 1870; K. Grill, Judenburg einst und jetzt3, Judenburg 1925 und Max Brückl, Judenburg, Siedlung und Landschaft, Judenburg 1929. Vgl. auch J. A. Janisch, Topographisch-statist. Lexikon von Steiermark, Graz 1878, I, S. 654 f.; A. Rosenberg, Beitr. z. Gesch. d. Jud.. in Steiermark, Wien u. Lpz. 1914,'S. 198, s. v. Judenburg; meinen in der Zeitschrift f. di. Geschichte d. Jud’. in d. Tscheche~ Slowakei, Brünn-Prag 1933, 3. Jahrg., Heft 2, S. 95 f., erschienenen! Aufsatz: Kleine Beitr.. z. Gesch. d. Jud. i. d1. Steiermark >u. meine UrkuReg., Graz 1934, I, S. 96, s. v. Judenburg. Vgl. auch Germania Judaica, Breslau 1934, S. 135 f. — Bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, daß ich in einem Bande des steierm. LA.: Landesfürstliche Lehen, Herberstein I 1551—98, Band 23, Nr. 264, S. 22 (ebenso landesfürstliche Lehen B. 97, Heft 933, Ursenbeck 1533—1636, S. 28/2) folgende Einzeichnung gefunden habe: die Judenkheuschen dient neun viertl habern, von, einem gartten viertzig pbening, drey wägen, drey stifft phening.. Eingeleitet wird die Aufzählung dortselhst S. 216 mit folgenden Worten: Von erst die vesten Lichtenstain mitsambt der lebenschafft der capeln, so darinnen ist, auch sambt dem purckfrid darzue gehörig. Jetzt folgen die weiteren Lehen. Aus S. 20a ist klar ersichtlich, daß es sich um. die Lehen■ des Schlosses Lichtenstein ob Judenburg handelt, welche Ferdinand und vorher Wilhelm Freiherr zu Herberstein gehörten. Für uns aber ist es wertvoll zu sehen, daß Juden einst in der dortigen Gegend Landwirtschaft betrieben haben mußten, weil nur so die ״Judenkeuschen" zu verstehen ist.

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