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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 56

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Jüdische Grabsteine in Kärnten
Date
1936-01-01
Page
Seite 56 (sequence 5)
Language
German
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56 Josef Babad hofes oberhalb Judendorf zusicherte; die Urkunde ist datiert vom 5. November 1352. Acht Jahre später wurde ein Sohn dieses vornehmen Vertreters der Friesacher Judenheit auf ebendemselben Friedhof/ für welchen der Vater einen besonderen Schutzbrief erlangt hatte, bestattet und zwar am Rosch-Chodesch15 Tebeth 5121, d. i. nach Errechnung der 11. Dezemb e r 1 3 6 0. C. In Judendorf16 bei Villach habe ich ein Bruchstück eines Grabsteines, der in verkehrter Schriftstellung in einer Scheune17 eingemauert ist, eruiert. Es ist mir nach mühevoller Kopierung gelungen, die Inschrift zu entziffern, doch ist leider die Stelle der Jahreszahl abgebrochen. Im Schrifttypus ist dieser Stein dem aus St. Stephan vom Jahre 1130 ziemlich ähnlich und dürfte vielleicht noch älteren Datums sein. Nachstehend der Text: Dieser Stein wurde errichtet als Denkmal über das Grab! des Salomo, des Sohnes des Herrn Jehuda, welcher starb am Tage des 2. Adar .... ho f der ob J u d e n d o r f an den perg־ gelegen ist. Also daz sey ir pegrabnisse do haben schüllen. Daz sev daran nimmen engen noch irren schol an dehainen Sachen pey tag noch pey nacht. Und׳ schüllen wir vnd vnser Perkraf z«e Dyrnstain in den vorgenanten Juden! vreythoff Schermen vor gewalt vnd vor allen vnrecht alle die weil׳ vnd wir die Pehau« sung ze Dyrnstain inrte haben. Also daz die vorgenanten) Juden iren from auf den vorgenanten Juden freythof schaffene schüllen mit pegräbnüsse vnd mit allen suchen Wie inen nutz vnd1 fügleich ist. Daz sey darumb nimen nicht geben schüllen. Daz loben wir in mit vnsern trewen dem vorgenanten Juden Abrachten dem Juden, vnd! auch allen! Juden daz also staet vnd vnzeprochen pelaib. Darüber geben wir in diesen offenen prief ze einem vrchunde der warhait versygelt mit meinem anhangunden Insygel. Der prief ist geben ze Frisach da nach Christes gepurd ergangen waren 1352 des nagsten Montags nach alle Hayligen tag.“ (Aus Schlagers Wiener Skizzen zum Mittelalter, II. S. 177 f.}. 15 Wobei ich als ר״ח wörtlich den 1, Tebeth und nicht den 30. Kislew, der doch gleichfalls als ד״ךן■gilt,'nehme. 10 Es gibt in, Kärnten in der Nähe größerer Orte mehrere solcher ״Judendörfer“; auch hier hat sich einmal ein jüdischer Friedhof, vermutlich der Villachs, befunden, ein dort gelegener Hügel wird noch heute von der einheimischen Bevölkerung der ״Judenbühel“ genannt. 17 Des dem Bauern Ziller gehörenden Hauses Nr. 3. ואת האבן הוקמה מצבה על קבר של שלמד. צר יהודה שנפטר ביום ב׳ אדר ...

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