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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 42

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
Date
1936-01-01
Page
Seite 42 (sequence 11)
Language
German
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42 M. Gaster und׳ B. HelOer hervorgucken, die Schaufäden bezeichnen, wird schon aus dem Midrasch wahrscheinlich (in der Baraitha Di-Jeschuah heißt es ציצת דטלית), wird aber besonders klar in den arabischen Gestaltungen der Legende. 3. Das Jesaia-Apokryphon ist ähnlich wie Henoch und das Buch der Jubiläen, äthiopisch erhalten. Es gliedert sich in a) ein Martyrium Jesaiae und in b) eine Visio oder Ascensio Jesaiae, — letztere, eine Himmelschau, verrät klar christlichen Ursprung, — das Martyrium wird allgemein als jüdisches Werk angesehen, welches vorchristlicher Zeit entstammt. Der Satan (er heißt in verschiedenen Fassungen Beliar, Sammael, Malchira) stiftet den Samaritaner Bechira an, Jesaia bei Manasse anzuklagen. Manasse läßt ihn ergreifen und zersägen. Es mag wohl auffallen, daß das Apokryphon den Baum nicht erwähnt, welcher den Propheten zeitweilig Zuflucht gewährt. Hier müssen wir einen Mangel in der Überlieferung des Apokryphon erblicken, da dieser Baum zu den wesentlichen Bestandteilen dieser Legende gehört. Andererseits stimmt das Apokryphon mit der Aggada auch in den Beschuldigungen überein, welche gegen den Propheten erhoben werden: Er rühme sich, Gott auf dem Throne gesehen zu haben, wo doch Moses lehrt, es sehe niemand Gott und bliebe am Leben, ferner daß Jesaia Jerusalern und Juda mit Sodoma und Gomorrha gleichgesetzt habe, — ganz wie Jebam 49b. Schürer, Gesch. des Volkes Israel III4 390 weist nach, daß Justinus Martyr, Tertullian, Origenes, Hieronymos die Legende vom Martyrium Jesaiae kennen. 4. Persische Heldensage. Längst ist erkannt, daß das Martyrium Jesaiae sein entsprechendstes Seitenstück in der persisehen Sage von Dschamschedh (= Dschamm, Dschimma) und Dhahhak (= Biwar, Beiwaräsp, Asfatur, Azdah) findet. Firdousi erzählt kurz: Dhahhak läßt den flüchtigen Dschamschedh ergreifen und zersägen (Firdousi-Mohl, Le Livre des Rois, Paris, 1875, I, 47). Doch eine (allerdings neuere) dichterische Bearbeitung des Stoffes, veröffentlicht von S. Larionoff (Journal Asiatique, VIII, XIV, 1889, 59—83), hat die ausführlichere Überlieferung erhalten‘: König Dschamschedh flieht vor Dhahhak. Ein Baum öffnet sich ihm; Iblis verrät die Zufluchtsstätte, mit Dhahhak zersägen sie den Baum, doch anderen Tags finden sie

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