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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 40

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
Date
1936-01-01
Page
Seite 40 (sequence 9)
Language
German
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40 M. Gaster und1 B. Heller späteren Literatur wird besonders vor dem Schlafen unter Nuß״ bäumen gewarnt. Böse Geister halten sich auf ihren Blättern auf, die je 9 zusammen stehen. Sepher Chasid. ed. Bologna fol. 119b, § 1160, u. Jalkut Chadasch fol. 89a, Nr. 52. Mit dem Essen der Frucht verknüpft sich auch ein kabbalistischer Glaube. Man darf nämlich vom 1. Tischri bis nach Schluß des Laubhüttenfestes keine Nüsse essen. Als Grund wird aber an״ gegeben, weil die Zahl, die aus der Summierung der Buch״ stabenwerte von ״ אגוזNuß'" sich ergibt, der der Summierung des Wortes חט (an Stelle von חטא) Sünde gleichkommt. Wie die ungewöhnliche Schreibung zeigt, ist diese Begründung nur ein Notbehelf, um diesem Glauben eine religiöse Unterlage zu geben. Die Bedeutung der Nuß ist eben phallisch wie die der Feige, s. Mannhardt a. a. O. I, 184, Anmk. 2, s. Register u. Nuß״ bäum, Nüsse (Symbol für Fruchtbarkeit). Bei den Neugriechen gilt das Schlafen unter Feigen״ u n d Nußbäumen usw. ebenfalls für gefährlich, weil man sonst leicht ״von den Nere״ iden ergriffen wird“, Mannhardt a. a. O. II, 37. Das Trauermahl wurde in alter Zeit auch unter Bäumen ab״ gehalten. Sotah fol. 35a. Die islamische Sage, die den ״Baum des Getreides“ erst seit dem Falle Adams wachsen läßt (Hammer, Rosenöl I, 23 er wird als Baum der Erkenntnis bezeichnet), findet ihren Ver״ treter in R. Meir, der ebenfalls im Weizen den Baum der Er״ kenntnis sieht. Gen r. c. 15, 5. Weiter heißt es an derselben Stellender Weizen wäre ursprünglich ein Baum von der Höhe einer Palme gewesen; erst nach dem Falle Adams wurde er verflucht, und so entstand die Ähre, s. den Kommentar Matnot Kehunah, z. Stelle vgl. Weil, Bibi. Legend., S. 19. Ergänzungen. I. Zersägte Menschen. Zu b: 1. Bibel. Daß David die gefangenen Ammoniten habe zer״ sägen lassen, wird ihm vielleicht zugemutet durch die Massora, welche I. Chr. 20. 3 ויע\ר setzte, dabei wohl an נסר sägen dachte, sicher durch LXX: StejtQiae utQtovi. Heute jedoch versteht man allgemein II. Sam. 12, 31 und die Parallelstelle 1 Chr. 20, 3 in dem

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