Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zur wissenschaftlichen Talmudpflege in der neueren Zeit
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 11)
- Language
- German
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Zur wissenschaftlichen׳ Ta]nvudpfleg־>e in der neueren Zeit 29 Zur Bibliographie ist manches zu ergänzen, insbesondere מלמד להועיל •von David Hoffmann. Menorat Ha-maor by R. Israel Ibn Alnakawa From a Unique Manuscript in the Bodleian Library, Oxford, edited by H. G. Enelo w. Part I. New York, The Bloch Publishing Company. 1929. — Part II. 1930. — Part III. 1932. — Part IV, 1932. ספר מנורת המאור לרביי ישראל בן ייוסף בן אלנקאוה וצוק״ל יצ׳י׳ל מכתב יד ישן עם מבוא והערות ע״י הלל גרשם המכונה הימן ע כ על א ו חלק א׳ פיונז המבוא• ההקדמה, והפרק הראשון המדבר בצדקה. ניו־יורק הוצאת ב לוך תרפ״ט. — ח״ב תר״ץ — ח״ג תיצ״א — דדד תרצ״ב. Enelow gelang es nachzuweisen, daß der überaus volkstümliche (mehrfach auch übersetzte) Menorat Ha-maor des Isaak Aboab nur eine Umarbeitung oder Nachbildung des gleichnamigen Werkes von Israel Alnakawa, das er zum erstenmal herausgibt. Alnakawa starb als Märtyrer in Spanien 1391. Der schweren Notzeit mag es teilweise zuzuschreiben sein, daß Alnakawas Werk nicht in weitere Kreise dringen konnte. Die Spuren, die der ursprüngliche M. H. zurückgelassen hat, haben den Fachforschern der Neuzeit große Verlegenheiten bereitet; man hielt einen älteren Isaak Aboab für den Verfasser, obwohl schon Abraham Zacuti in seinem Liber Juchassin (ed. Filipowski S. 28a) berichtet, daß es einen Menorat Hamaor gibt, der nicht Aboab zum Verfasser hat. Die endgültige Lösung hat Enelow gebracht durch den wichtigen Fund des ursprünglichen M. H., dessen piutmäßige Einleitung das Akrostichon enthält (S. 5): .אני ישראל המחבר בן יוסף. נוחו עדן בן אלנקאוה Der Nachweis der Ursprünglichkeit des M. H. Alnakawas und der Abhängigkeit Aboabs ist Enelow vollständig gelungen. Das Werk hat eine eigenartige Zielsetzung. Alnakawa will kein Sittenbuch schlechtweg geben, sondern ein Handbuch der jü« dischen Religionslehre auf agadisch-halachischer Grundlage. Er läßt zumeist die Quellen sprechen und bietet dadurch manch Neues sowohl im Stoff als auch in den Lesearten. Er nimmt freilich auch selbst Stellung zu den Quellen, indem er sie teils kommentiert, teils frei bearbeitet. Immer aber ist er darauf be״ dacht, religiöses Verhalten zu lehren und religiöse Gesinnung zu wecken. Nicht die ganze Halacha wollte Alnaka^fi in sein Religionsbuch aufnehmen. Er hatte den Durchschnittsmenschen