Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zu einigen akkadisch-hebräischen Wortbeziehungen
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 5)
- Language
- German
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Zu einig’en akkadisch״hebraischen Wortbeziehungen 17 2. בשם. •In ברשבהם in dem Amosvers 5, 11 לכן יען בושסכם על-דל ist und in der Aussprache siwät nach Westen gekommen sein mag: ומש'את־בר תקחו מבוו sieht man allgemein eine Form des Verbums בום und Gesenius-Buhl s. v. sagt schlechthin: ..in יסכם© v. בום z(u) ä(ndern)“. Aber בום bedeutet (neben der unerkannten Be״ deutung ״beschmutzen"!) nur ״zertreten“, und das ist wahr״ haftig keine so einleuchtende Parallele zu ״und Abgabe von Korn nehmt ihr von ihm“, daß ihr zuliebe korrigiert werden dürfte. Gerade diese Parallele legt es nahe in בושסכם ein (he״ bräisches) Verbum zu sehen, das dem babylonischen sdbasu sibsa (ina eqli) ״Pachtgeld erheben (von einem Feld)“ entspricht. Vgl. bes. m. Altbabylonischen Tempelrechnungen passim. Lies danach wohl (od. ״!?ן בשסכם (בשןיסכםDarum, weil ihr1 dem Niedern P ach t g e l d a u f l e g t und Abgabe von Körn von ihm erhebt“. , ־.;; ־. .־־■■■-.■ ■':z ף: ,.׳\;M 1 3. בנוד Dieser a k k a d i s c h e Beamtenname, der Nah 3, 17 in בפזדיך neben ״ ב&םדיןיdeine tujosarre, Schreiber, Beamten“ steht, kann weder zu akk. massaru ״Wächter“ (es handelt sich um h o h e Beamte) gehören, noch נזירלך (was hebräisch wäre und sachlich "unpassend ist) oder gar ein unmögliches מגוריך (P. Häupt: ״Beschwörer“) darstdllen. Nur eine häufig e a k k a ״ d i sehe Bezeichnung eines h o h e n Beamten kömmt neben tupsärru in Frage. Ich zweifle nicht, daß einfach ״ מנזזיךdeine mänzaze“ gemeint ist. Manzäzu ist bekanntlich heben tupsärru die wohl häufigste Beamtenbezeichnung, die für sich und in Verbindungen wie manzäz eJcalli ״Palastbeamter“, manzäz bäbi (abülli) ״Toraufseher“, manzäz päni usw. ״Kämmerling“, manzdz fesi ״Leibwächter“ vorkommt. 4i בק1ר Dieses hebr. Wort gehört nicht zu einem unklaren Verbum קיר und bedeutet nicht ursprünglich Quelle, sondern gehört zu akk. mäqßru' ״bewässern“,! 'Wamqaru ״Wasserlauf, Kanal“ usw. Ah manchen Stellen wie צב? מק\ך חהמה bmPröv18, 4 usw. empfiehlt sich hoch die Übersetzung ״Fluß, Ström“ (״ein strömender Fluß ist der Weisheit Strom“) eher als die daraus entstandene spätere Bedeutung ״Quelle“. Monatsschrift, 80. Jahrgang' 2