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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 1 · p. Seite 42

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 1
Article
Die Träger des Namens "Meisterlein" in der Steiermark
Date
1935-01-01
Page
Seite 42 (sequence 12)
Language
German
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42 D. Herzog־ allein in der Trauer über den Tod des beliebten Seelenhirten der Gemeinde gelegen haben, sondern auch in den trostlosen mate~ Vertreibung־ dier Judien! aus־ Bayern (vgii. Graetz, VHP, 188) bereits in W;r. Neustadt einen Fasttag1 ausgeschrieben (vgli.הקט יושר I 112 und Güdemann, 56, der mit Riecht gegen Berliner, S. 181, der diese Vertreibung in das Jahr 1445 verlegt, sie in das Jahr 1450 versetzt). Joseph berichtet uns ferner von einem Geistlichen, der während seines Wr. Neustädter Aufent״ haltes nach dort gekommen war und sich erbötig machte, Wunder zu wir״ ken. Isserlein, der davon hörte, meinte, wenn, dieser Franzisikanermönch ohne irgend ein Falsch und Betrug durchs Feuer gehen und unversehrt bleiben würde, wolle er dasselbe unter der Bedingung tun, wenn der Kaiser ihm zusichere, daß er von Seiten der Christen keine Bedrängnis zu erwarten habe. Doch dier Priester scheint auf dieses Anerbieten nicht eingegangen zu sein und zog seines Weges (ל קט יושר, II 50, Muchner, A., Geschichte des Herzogtums Steiermark, Graz 1844—74, VII, 364, Berliner, a. a. O., 231, u. Güdemann, 145). Der Priester war kein anderer als der bekannte Ketzerverfolger und Bußprediger, der Franziskanermönch Johan״ nes Capistranus; dieser ist (vgl. Wetzler״Welte, Kirchenlexikon, s. v. und Mayer, II, 34), Ende Mai oder anfangs Juni 1451 zum erstenmale am königl. Hofe in Wr. Neustadt erschienen. Josephs Bericht kann sich also nur auf diesen Besuch beziehen, da auch sonstige zeitgenössische Schilderungen be~ weisen* daß sein erstmaliges Auftreten als die Sendung eines ״Boten! Gottes“, der Wunder zu wirken vermag, angestaunt wurde (vgl. Joseph Chmel, Ge״ schichte Friedrichs IV., Hamburg 1843, II, 630 ff.). Es ist darum unrichtig, wenn Güdemann, a. a.. O., S- 145, meint, die von Joseph mitgeteilte An״ Wesenheit Capistranos beziehe sich auf das Jahr 1455. Denn abgesehen davon, daß in diesem Jahre sein Ruf als Wundertäter in Österreich bereits ver« blaßt war, weshalb er ja auch im nächsten Jahre nach Ungarn ging, so ist es noch sehr zweifelhaft, ob!er im Jahre 1455 überhaupt in Wr. Neustadt gewesen! ist (vgl. Mayer, II, 35, Anm.) Danach ist auch Freimamny S. IX, Anm. 19, Capistrano wäre mehrere Male in Wr. Neustadt gewesen, zu be״ richtigen. Freimann meint mit Unrecht, man könne aus dem Datum keine Schlüsse auf die Anwesenheit Josephs in, Wr. Neustadt schießen., Warum nicht? Aus diesen Darlegungen ersehen wir nun deutlich daß Isserlein bereits im Jahre 1450 nach Wr. Neustadt übersiedelte. Einen weiteren Beleg dafür, daß Isserlein im Jahre 1450 nach Wr. Neustadt übersiedelte, erblicke ich darin, daß, ,wie ich dies an einem anderen Orte nachgewiesen habe, um diese Zeit die Gemeinde in, Marburg, wahrscheinlich zugunsten von Graz, das um die Mitte des 15. Jahrhunderts ein bedeutsames Handels״ Zentrum geworden war, sich verringerte und die wirtschaftliche Not viele gezwungen hatte, Marburg zu verlassen. Dies mochte auch Isserlein ver״ anlaßt haben, in die größere Gemeinde Wr. Neustadt, in der seine Ver״ wandten einen bedeutsamen Einfluß hatten (vgl. z. B. Freimann, S. XLII, Nr. 89 s. v. מיל, u. Krauß, 188, Nr. 223 u. 190, Nr. 236)r und in der auch bedeutende Lehrer und gute Schulen sich befunden haben׳, zu übersiedeln. Ferner: Joseph hat bis knapp vor Isserleiins Tode 1460 (vgl. לקט יושר I, 116, II, 17 u. Berliner, S. 132) bei demselben sich aufgehalten. Auch wissen wir aus seinem Buche (I, 15), daß er ungefähr insgesamt zehn Jahre sich bei seinem Lehrer aufgehalten hatte. Da nun, wenn er dies auch nicht ausdrücklich hervorhebt, aber seinen Darlegungen klar zu entnehmen ist, zwischen seinem ersten und zweiten Aufenthalte — er benützte diese Zwi״ schenzeit zu einem Besuche in der Rheingegend — ואז־ז״כ נתגלגל הדבר שהלכתי לארק ר יכו ם ושאלו לי רבני הדור ידעת איך שנוהג הגאון דל בזה הענין ולא ידעתי להשיב להם דבר. ודאי ומקצתם לא היו ידועים לי לגמרי וכשחזרתי אצל הגאון דל שאלתי אותו אותן הדברים וכר nur eine kurze Spanne Zeit liegen

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