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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 1 · p. Seite 38

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 1
Article
Die Träger des Namens "Meisterlein" in der Steiermark
Date
1935-01-01
Page
Seite 38 (sequence 8)
Language
German
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38 D. Herzog fleißigen und ernsten Arbeit von Krauß finden, haben ihre Ur~ sache hauptsächlich darin, daß es Krauß leider nicht vergönnt war, die in den Archiven erliegenden Urkunden zu benützen. So möchte ich denn jetzt sowohl auf Grund der hebräischen Quellen, als auch auf Grund der bisher erreichbaren Archivalien ein Bild von den in der Steiermark lebenden Meisterlein zu zeichnen versuchen. Der Name ״MeisterleihV ein Rufnamen für den hebräischen Namen ,,Hajjirh'33, findet sich fast ausschließlich in Oesterreich und namentlich in der Steiermark, wo er ins״ besondere m ein und derselben Familie gebräuchlich gewesen zu sein scheint34. Für die Geschichte der Juden in der Steiermark, zu welcher im 15. Jahrhundert auch Wiener Neustadt gehörte35, kommen vier Meisterlein in Betracht, die etwa in der folgenden Stammtafel unterzubringen wären: N. N.38 Meisterleih I. (gest. 1364) . ' N, N, ד gest.1380 N. N. Märtyrer 30* geb. 1355 — l Meisterlein H. Märtyrer י 1365-1421 Meisterlein IIL. (1390—1460) Jakob Schmerl 1391—1421 1392—1421 Meisteriein IV. 1416—1478. Jakob rufen! worden wäre. Da wir n>un wissen, daß Aron Bl um] ein zu den Märtyrern der Wiener Geserah gehörte, wird es nicht gut möglich seih, daß er nach dem Tode R. Jiekels, der nach der Ansicht von Krauß noch nach der Geserah. gelebt hat, nach Wien berufen werden konnte. Kr. allerdings meint, es wären hier 2 Jakob konfundiert worden, u. z. Jakob aus Wien und Jakob aus Eger, der zeitweilig auch in Wien gelebt hat und die beide den Vulgämamen Jekei geführt haben. Er beruft sich hierbei auf seinen Index, wö״ allerdings ursprünglich die beiden auseinander״ gehalten, aber dann wieder zuisammehgefügt werden. Aber wie dem auch immer sei, es wird Kr. schwer fallen!, einen Beweis dafür zu erbringen; daß es 2 Jakob bzw׳. JekeT gegeben habe, die um dieselbe Zeit in Wien als füh״ rende Persönlichkeiten geliebt haben. 33 Vgl Ephraim Salomoh Margoliot in seinem Komm. ״Tibh Gittin“ zum Buche ״Beth Samuel“, Warschau 1884, S. 52, Anm. 6 ui 82, Anm.. 31. 34 Vgl. Geyer u. Sailer, S. 601, s. v.' Meist erlern aus Berchtolsdörf and Meisterlein aus Tulln und Zun z, Namen der Juden in ״Gesammelte Schrif״ ten“, Berlin •1876, II, S. S. 38r s. v. Mester u. 40, s. v. Meisterlein, Über die Unrichtigkeit der Darlegungen Krauß" in bezug* des Namens ״Meisterlein“ (S. 244, Anm. 809) vgl. oben S. 1, AnmC 2. 35 Vgl. Josef Mayer, Geschichte v. Wiener Neustadt, Wiener Neu״ stadt 1926, II, 266. 38 Die Gründe zur Annahme der beigefügten Zahlten, wie zur An״ legung dieser Stammtafel überhaupt ergeben sich zum Teil! au® dieser Ab״ handlang selbst, zum Teil aus Forschungen; die an anderer Stele dar gelegt werden sölliem 36* Vgl. Maharil, RGA., S. 51a, Nr. 107.

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