Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Kohut - Löw - Steinschneider - Korrespondenz
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Kohut-Löw-Steinschneider-Korrespondenz 229 August vor. J. hat sich das Geräusch in meinem Ohre derart gesteigert, daß ich vorübergehende Betäubungen im Gehirn fühle, die mich abspannen und vom Arbeiten abhalten. Doch darf ich nicht klagen; Was ich noch kann, ist מדחי גדולה. Über Thiernamen glaube ich Sie durch Gottheil auf Avicenna de animal (aus U,£JI) und die hebr. Übersetzung des Aristot. (nach Scotus lat.) in Oxf. aufmerksam gemacht zu haben. Die mir zugeschickten Briefe zwischen Mich. Steinschneider (einem sehr fernen Verwandten) und Schwab haben für mich den Werth seltsamer Reminiscenzen, ich danke Ihnen dafür. . Bestens grüßend M. Steinschneider. (Das‘Ganze ist in Steinschneiders eigner Handschrift geschrieben. Daß die Sehkraft eines Anges so geschwächt war, daß es tatsächlich unbrauchbar war, war nicht allgemein bekannt, wohl aber, daß er häufig über :störendes Ohrensausen klagte, das er als Orchester lärm bezeichnete. , Siehe meine Steinschneideriana in der Freidus-Denkschrift׳. — G. A. K.) 3. Löw an George Alexander Koliut. , . Szeged 1930. IV. 18.11 , Lieber Neffe George! .... Ich danke Ihnen für den prächtigen Ereidus-Band, den ich :gestern .erhielt.. Natürlich las ich erst Ihren Steinschneider- .Artikel,.er ist sehr hübsch und passend. Es freute mich zu sehen, wie herzlich Sie von Frau Steinschneider sprechen. Sie gehött :zu meinen; glücklichsten Erinnerungen. In Bezug auf das Bild :möchte ich bemerken, daß zu meiner .Zeit . Steinschneider nicht eine seidene Kappe, sondern einen Strohhut trug, dessen Rand abgeschnitten war. Die Bemerkung über Steinthal (p. 83) tat meinem Herzen wohl. . Selbstverständlich kann man nicht wohl über sein kaustisches, cynisches und willkürliches Urteil (p.' 82) hinweggehen, besonders, wenn es sich gegen diejenigen richtete, gegen die er eine Beschwerde hatte, weil, er sie als Charlatane betrachtete. Der Vorfall, von dem Sie. p, 115 sprechen, kann folgendermaßen beschrieben werden: Gelegentlich der Rezension des ersten Jahresberichtes׳ der .Hochschule, dem eine Abhandlung Geiger's voranging, sprach St-er in der :HB von dem neuen Ghetto für die Wissenschaft des Juden-