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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 205

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Aus Briefen von W. Gesenius, E. Rödiger, J. L. Saalschütz und J. Ch. Fr. Tuch an Fr. S. F. Benary
Date
1934-01-01
Page
Seite 205 (sequence 3)
Language
German
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Aus Briefen von W. Gesenius u. a. an Fr. S. F. Benary 205 Vorwurf aber nicht auch ferner zu verdienen, werde ich wohl einiger Hülfe bedürfen. Namentlich wünschte ich Nach Weisung zu geben 1) über neuere grarha tische und lexicalische Werke, mit kurzer, gründlicher Würdigung; 2) auch über ausgezeichnete selbstständige Compositionen in althebräischer Sprache, sofern auch diese etliches für Leben und Fortschritte derselben unter den Juden beweisen. Was Sie mir von-dieser Art etwa nachweisen könnten und wollten, würde mir höchst erwünscht seyn. Wo lebt den Hr. Dr• Zunz? noch in Berlin? dieser wäre ein Man für dergleichen. Seine Abhandlung über den Raschi1 finde ich ausgezeichnet an Fleiß und Judicium. Sie erlauben mir wohl die beyden Hefte noch bis zu gemachtem Gebrauch. II. Brief von Saalseilütz an Benary, vom 17. September 1829. Wien den 17ten Septbr. 29 Wenn ich, meine lieben, geschätzten Freunde!2 in gegenwärtiger Einleitung zu einem künftigen, hoffentlich regelmäßigen, Brief- Wechsel, mich an Sie beide zugleich wende, so geschieht es zwar zum Theil der Eile wegen. Besonders aber auch, weil ich für das, was ich über meine Verhältnisse zu berichten habe, bei Ihnen beiden noch gleiches Interesse zu finden hoffe. Ueber meine Reise und meine gesellschaftlichen Verbindung[en] wird Ihnen Moser3 wohl Einiges mitgetheilt haben. Ich kann hinzufügen, daß ich mich in das hiesige Leben seit der Zeit etwas mehr gefunden habe. Die Leute haben in der That sehr viel Gutmüthigkeit und ich muß besonders die Freundlichkeit loben, mit der man mir überall entgegenkommt. An gutem Umgänge kann es mir für den Winter nicht fehlen, da mir viele der angenehmsten und gebildetsten Häuser offen stehen. Ich wohne jetzt in einer sehr schönen Gegend 1 L. Zunz: .,Salomo ben Isaac, genannt Raschi“, erschienen im 2. Heft der ,,Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums“, Berlin 1823. 2 Der Brief gilb nicht nur Franz Simon Ferdinand Benary, sondern auch seinem Bruder Karl Albert Agathon B., der später als Lehrer am Cölnischen Realgymnasium und Privatdozent an der Berliner Universität wirkte. 3 Der 1838 verstorbene Mathematiker Moses Moser, Mitbegründer des ,Vereins für Cultur und Wissenschaft der Juden“ in Berlin.

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