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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 160

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 160 (sequence 35)
Language
German
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160 A. Büchler Familienreinheit nicht heiraten darf, ohne seine priesterlichen Vorrechte einzubüßen1. Diese Bedeutung des Ausdruckes wird durch den Zusatz: ,,für die Priesterschaft“, gesichert in der Erklärung des baby- Ionischen Amoräers des vierten Jahrhunderts R. Papa von Zech. 32, wo der Hohepriester Josua als ein aus dem Feuer gerettetes Scheit bezeichnet wird2: Warum wurde er von Gott gestraft, (indem er. von Nebuchadnessar mit den in Jer. 2922 genannten falschen Propheten ins Feuer geworfen wurde)? R. Papa sagte: Weil seine Söhne ihnen als Priester nicht angemessene Frauen heirateten und er es ihnen nicht wehrte, wie es heißt: Und Josua war bekleidet mit besudelten Kleidern; war es Josuas Gewohnheit besudelte Kleider anzulegen? (nein), es besagte vielmehr, daß seine Söhne ihnen als Priester nicht angemessene Frauen ehelichten und er es ihnen wehrte. Die Sprache der kurzen Begriindung legt nahe, daß R. Papa diese aus einem älteren Berichte übernahm, und hierfüi spricht die vielfach lehrreiche Tatsache, daß Justin Martyr, der palästinische Kirchenvater der Mitte des zweiten Jahrhunderts in Ephesus, in seinem Dialogus cum Tryphone, 116, als Erklärung der besudelten Kleider des Hohepriestern Josua, wie erzählt wird, anführt, daß dieser eine unzüchtige Frau ehelichte und daß er wegen der Vergebung seiner Sünden ein aus dem Feuer gerettetes Scheit genannt wird3. Wenn auch die Ehe mit der dem Priester veibotenen Flau von Justin oder seiner Quelle Josua selbst zugeschrieben wird, ist es klar, daß 1 Vgl. auch den Ausspruch Kabhs in Kidd. 70 b: Wenn Gott seine Gegenwart wird auf Israel ruhen lassen, zeugt Er für alle Stämme, zeugt aber nicht für den, der eine für ihn ni< ht angemessene Erau ehelichte, Psalm 122, 4; wann zeugt Gott für Israel? Wenn die Stämme Stämme Gottes sind, d. h. wenn der Israelit wirklich ein Israelit ist: reiner Abstammung. 2 Synh. 93 a unten; vorangeht ein aramäischer Bericht von dem unsittlichen Treiben Sidkijahs und Ahabs in Babylonien, bis sie schließlich in die Hände Nebuchadnessars fielen und zur Feuerprobe verurteilt wurden; sie verlangten, daß Josua, der Hohepriester, durch dessen Verdienst sie hofften, gerettet zu werden, mit ihnen ins Feuer geworfen werde, wurden aber vom Feuer verzehrt, während nur Josuas Kleider versengt wurden. Hebräisch ist. der Bericht in Tanh. 6 ויקרא, ed. Stettin S. 182b; Brüll, Jahrbücher III, 1877, 9-11. 3 Goldfahn in MGWJ 22, 1873, 198ff. Vgl. Enelow, 328 משנת רגי אליעזר.

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