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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 151 (sequence 26)
Language
German
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IRI
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Eamilienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im 2. Jahrh. 151 liehe Regel des Patriarchen aufrechterhielten. Diese Schwankung in der Frage wird einerseits unterstützt von dem Berichte von dem Vorfälle einer Jüdin, die von Räubern gefangen genommen und in der Gefangenschaft von einem Nichtjuden schwanger wurde1. Als die Frage des Standes des Kindes R. Ammi vorgelegt wurde, antwortete er: R. Johanan, R. Eleazar und R. Haninah sagten, daß das Kind der Jüdin von dem Nichtjuden oder dem Sklaven Mainzer ist2. Auch hier werden die zwei Schüler des R. Haninah vor ihrem Lehrer genannt, wahrscheinlich um auch hier anzudeuten, daß sie ihre Regel im Namen des R. Haninah vortrugen. Dieser, ein persönlicher und hervorragender Jünger des R. Jehuclah I, welcher bis zum Tode des Patriarchen in dessen Lehrhause in Sepphoris blieb, vertritt die letzte und strenge Regel seines Lehrers, während bar-Kappara, besonders aber der Babylonier Rabh und sein Zeitgenosse Samuel in Babylonien auch, in praktischen Entscheidungen die frühere, erleichternde Meinung des Patriarchen befolgte. Im Parallelberichte3 ist eine vollständige Liste von Vertretern der verschiedenen Ansichten erhalten: R. Jannai, ein Freund des R. Haninah in Sepphoris, im Namen des R. Jehudah I sagte, daß das Kind der Jüdin von dem Nichtjuden oder dem Sklaven Mamzer ist; R. Johanan, Schüler des R. Haninah, lehrte, wie auch in Jebam. 46 a ausdrücklich und auch R. Simon b. Lakiä, daß das Kind Mamzer ist. Andererseits berichteten R. Jacob b. Aha, R. Simon b. Abba und R. Josua b. Levi im Namen R. Jannais4, daß nach R. Jehudah I das Kind weder unbemakelt, noch schwer bemakelt ist, sondern beschmutzt. Diese Ansicht steht zwischen den beiden, bereits angeführten äußersten Lehmeinungen des R. Jehudah I, so daß es scheint, daß er, als er die erleichternde Bestimmung des R. Nathan aufgab, nicht unmittelbar die strenge Ansicht des R. Meir annahm, sondern erst einen Mittelweg einschlug und das Kind als mit einem geringen 1 Rasi hatte im Wortlaute שבואתא מן ארמון לאגטוכי, wie auch Estori Farhi in כפתור ופרח, ed. Luncz, 280: אנטוכיא, M. Zs. Sz. 1907, 243. 2 Jebam. 45 a; in der Parallele in jer. VII, 8 b, 67, R. Johanan und R. Simon b. Lakis. 3 Jer. Kidd. IV, 64 d, 9—13: רבי יעקב בר אחא רבי שמעון בר אבא רבי יהושע בן לוי בשם רבי ינאי כרבי הוולד איבו כשר ולא פסול אלא מזוהם. 4 Statt R. Jannai liest Zeile 48: בשם רבן גמליאל ברבי.

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