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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 149

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 149 (sequence 24)
Language
German
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Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im 2. Jahrh. 149 Sepphoris1, und die hier von ihm ,, wie von R. Jose wahrgenommenen Zustände in den unteren Schichten der Bevölkerung führten ihn zu der neuen, strengen Regel. Und es ist beachtenswert, daß R. Jose und R. Meir die Stellung des Mamzer in der messianischen Zeit erörtern, und in diesem Streite nicht nur das bereits oben erwiesene Vorhandensein von Mamzere in der Stadt Sepphoris voraussetzen, sondern auch den Wunsch, den schweren Makel, aus Israel endlich beseitigt zu sehen, klar widerspiegeln. In Baraitha Kidd. 72 b2; Tos. 5, 4: R. Jose lehrte, daß in der messianischen Zeit Mamzere und die Abkommen der Gibeoniten werden gereinigt werden, nach Ezech 3625: Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, daß ihr rein werdet; von all euern Unrein״ heiten und von all euern Götzen werde ich euch reinigen. R. Meir bestritt diese Auslegung und auch die Beziehung auf die bemäkelten Personen, wogegen R. Jose R.Meirs abweichende Deutung widerlegt und eine weitere: Erklärung der Worte des Bi bei verses gibt. Da es an sich unwahrscheinlich ist, daß R. Meir den Fort״ bestand von Mamzeren auch in der messianischen Zeit angenommen hat, muß er sich das Verschwinden oder die Reinigung der be־' mäkelten Personen auf andere Weise vorgestellt haben. Da er gegen R. Jose betont, daß die Mamzere in der messianischen Zeit nicht werden von Gott gereinigt werden, nahm er an* daß diese; auch dann noch bestehen werden, demnach die Ansicht des; R. Eliezer3, daß kein Mamzer bis ins dritte Geschlecht sich fort״ pflanzt, nicht teilte, abgesehen davon, daß die geschlechtlichen Verirrungen der Bevölkerung trotz der nachdrücklichen Warnungen der Lehrer immer neue Mamzere entstehen ließen. R. Meirs. Stellungsnahme ist aus dem Parallelberichte des Streites klar ersichtlich4; er eröffnet die Kontroverse mit seiner Erklärung, 1 Nach einem Briefe des Gaons R. Serira in J QR. 14, 1902, 489; B. H. Levin, Serirabrief, XXVII ff.; S. Klein, 58 ,מאמרים שובים. 2 תנו רבנן ממזירי ונתיני טהורים לעתיד לבא דברי רבי יוסי, רבי מאיר.אומר אין טחורים, אמר לו •רבי יוסי והלא כבר נאמר וזרקתי עליכם מים טהורים, אמר לו רבי מאיר ♦ " אמר לו רבי יוסי בשתוא אומר אטהר אתכם הוי אומר אף כלן הממזרות. 3 Jer. Kidd. IV, 65 d, 21; b. Jebam. 78 b; Schwarz-Festschrift, 142, 1; 4 Jer. Kidd. III, 65 a, 5: רבי מאיר אומר אין ממזירין טהורין לעתיד לבא שנאמר וישב ממזר באשדוד, מוליכין טינה אצל טינה וסריות אצל סריות י *. Der Wortlaut der Baraithä in b. Kidd. und die darauf folgende Frage des Talmuds zeigen, daß die Baraitha den obigen Satz des R. Meir nicht kannte. In Aböth R. Nathan

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