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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 144

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 144 (sequence 19)
Language
German
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144 A. Büchler In der Baraitha1 ist nach Ansicht eines ungenannten Tannas das Kind aus dem geschlechtlichen Verkehre der Jüdin mit dem Nichtjuden oder dem Sklaven Mamzer. Es wird aber nicht angedeutet, wie aus dieser Verbindung der schwere Familienmakel des Kindes entspringt, da dieser nur aus der in Lev 18 verbotenen Vereinigung, von Blutsverwandten entsteht, und der Makel nur einem Juden anhaften kann, und die Mutter, die ihr Kind von Geburt zum Juden macht, von dem Makel frei ist, und auch der Vater als Nichtjude den Makel des Mamzer nicht haben und daher denselben auf das Kind nicht übertragen kann2. Es ist zu vermuten, daß die Lehrer in Galiläa, abweichend von der bestehenden Regel, das Kind aus solchem Umgänge als Mamzer erklärten, um jüdische Mädchen von geschlechtlichem Verkehr mit Nichtjuden fernzuhalten. Doch auch in unserer Baraitha bekämpft R. Simon b. Jehudah, Schüler des R. Simon b. Johai, in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts die Annahme eines Mamzers solchen Ursprunges und teilt die Meinung des Simon aus Thimnah, daß nur das Kind aus dem verbotenen Umgänge von den in Lev. 18 auf gezählten Blutsverwandten, wenn die Strafe für denselben Ausrottung durch Gott ist, Mamzer ist3. Dieselbe Meinungsverschiedenheit meldet vollständiger die parallele Baraitha4: Das Kind aus dem geschlechtlichen Um־ 1 Jebam. 45 a: מיתיבי בכרי ועבד הבא על בת ישראל הוולד ממזר, רבי שמעון בן יהודה אומר אין ממזר אלא ממי שאיסורן איסור ערוה וענוש כרת; vgl. Tosaföth Jebam. 16 b 23;קסבר a קסבר; Kidd. 75 b ורבי. 2 Auch im Streite zwischen R. Gamaliel II, R. Eliezer und R. Josua in Kethub. 1, 9 über den anzunehmenden Eamilienständ des unbekannten Vaters des erwarteten Kindes eines schwangeren jüdischen Mädchens denkt R. Josua nach seiner strengen Ansicht an נתץ וממזר, einen Nachkommen der Gibeoniten, oder Mamzer, nennt aber keinen Kichtjuden. 3 In Tos. Kidd. 4, 16 lautet der Streit: גוי ועבד שבאו על בת ישראל והולידו בן הרי זה ממזר, רבי שמעון בן אלעזר אומר אין ממזר שאין ממזר אלא מאשה שאיסורה איסור עתה וחייבין עליה כרת, und der Lehrer heißt irrtümlich R. Simon b. Eleazar, siehe weiter unten. In Baraitha Jebam. 14 a unten; Kidd, 75 b; jer. Jebam. I, 3 a, 50; Tos. 1, 10: אמר רבי אלעזר אף על פי שנחלקו בית שמאי ובית הלל בצרות מודים שאין ממזר אלא ממי שאיסורו איסור ערוד. וענוש כרת 4 Jer. Kidd. III, 64 c, 73: חני גוי ועבד הבא על בת ישראל הוולד ממור, רבי שמעון בן יהודה אומר בשם דבי שמעון אין ■הוולד ממזר שאין ממזר אלא מאשה שהיא אסורה עליו איסור ערוד. וחייבין עליה כדת . " י רבי מאיר דרש ■מה אשת אביו מיוחדת שאין לו עליה קידושין (אבל יש לה קידושין על אחרים) והוולד ממזר אף כל שאין לה עליו קידושין הוולד ממזר, רבי שמעון בן יהודה דרש מה אשת

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