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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 143

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 143 (sequence 18)
Language
German
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Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im 2. Jahrh. i43 jeäemTalle befolgten nach R. Simon b. Gamaliel Juden in Galiläa diese Verbote unwillig,* 1 und es fragt sich; ob nicht auch tatsächlich verbotene Ehen zwischen den genannten Blutsverwäridten vor־־ kamen und'die Lehrer gezwungen waren, di'e Kinder aus solchen Ehen als Mämzere zu stempeln. 1!; : 3. Da die Bäräitha in Kiddi 28a die Beschimpfung als Sklave und Mämzer nebeneiriander nennt, ist hier ein ]Hinweis auf den Mainzer aukdem geschlechtlichen Umgänge der Jüdin mit einem Sklaven oder einem Nichtjuden erforderlich1. Die Erörterung dieser Frage beschäftigte die Lehrer in *Galiläa durch mehrere Geschlechter; und es sind nicht nur die Meinungsverschiedenheilen von Zeitgenossen über den dem Kinde anhaftenden Makel erhalten, sondern es werden auch einander widersprechende* Äußerungen demselben Lehrer in verschiedenen Berichten zugeschrieben! Und die Quellen haben so viele Aussprüche über die zahlreichen Besprechungen dieses Gegenstandes bewahrt, daß es kaum zu bezweifeln ist, daß diese Verhandlungen tatsächlich bestehende Zustände in der jüdischen Bevölkerung Galiläas widerspiegeln. Und schon hier ist die bezeichnende Tatsache zu vermerken, daß die Frage selbst in keinem Ausspruche eines in Judäa wirkenden Lehrers der vorhadrianischen Zeit auch nur gestreift wird2, so daß die jüdischen Familien keine Veranlassung zur Behandlung des Gegenstandes dürften geboten haben3. גלוי היה לפגי מי שאמר והיה העולם שסופן לינתק בעריות לכך בא עליהם בגזירה אני• ה׳ אלהיכם דעו מי הגוזר עליכם וכן מציגו שניתקו בעריות. שנאמר וישמע משה] את; העם] בוכה למשפחותיו וגו׳ * ♦ Rabbi sagte: Es war Gott offenbar, daß die Israeliten gegen die Verbote der Ehe mit. Blutsverwandten später murren werden, deshalb legte er ihnen die Verbote als, königliche, Dekrete auf: Ich bin der Ewige Euer Gott: wisset, wer es euch als Dekret verordnet; und so finden wir, daß die Israeliten gegen die verbotenen Ehen murrten, Num 11!;. Die Fortsetzung erklärt Maleachi 211-15. als gegen Ehen mit Nichtjüdinnen gerichtet. 1 Vgl. Apostelg. 16, 1 -3, und Oppenheim in 307 ,1883 ,3 בית תלמוד. 2 Über R. Ismaels Ausspruch; s. Seite 15 ff. 3 Vgl. Schwarz-Festschrift, 147., Die bereits erwähnte Contröverse zwischen Lehrern der vorhadrianischen Zeit in Judäa, R. Akiba, Simon aus Thimnah und R. Josua, in Jebam.;4, 13' behandelt den Familien- Charakter der Eltern,: aus deren Umgang der Mamzer hervorgeht; aber die -drei Lehrer sprechen nur von jüdischen ׳Eltern imd scheinen nicht zu wissen, daß: der Sohni des Nichtjuden von der Jüdin Mamzer ist.

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