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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 136

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 136 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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136 A. Büchler als das seinige wird gebracht werden, und da er es als Juden und Ahroniden betrachtet, wird es mit dem Makel des Mamzer behaftet1, Doch stand R. Sadok als Vertreter solcher Strenge unter den Lehrern nach 70 allein; wie oben gezeigt, erklären die rabbinischen Quellen einstimmig das Kind der Sklavin von einem Juden nur als Sklaven. Dazu stimmt ein Ausspruch des R. Jehudah b. Ilai in Tiberias, des Kollegen des R. Jose b. lialaftha in Sepphoris2: Josef brachte üble Nachrede über seine Brüder zu ihrem Vater, Gen 372, R. Jehudah sagte r Sie behandeln die Söhne der Sklavinnen, Bilhah und Zilpah, mit Geringschätzung und als Sklaven. Dementsprechend dürfte in Baraitha Kidd. 28a der Sohn eines Juden von seiner Sklavin in Sepphoris, selbst wenn von seinem Vater voll anerkannt, als Sklave beschimpft worden sein. 2. Beschimpfung als Mamzer soll mit vierzig Geißelhieben bestraft werden. Wie bereits bemerkt, setzt solche Beschimpfung voraus, daß es unter den Juden in Galiläa3, besonders in Sepphoris, Mamzere gab. In der Tat wird berichtet: Ein Proselyt kam zu R. Jose und fragte ihn, ob er eine ממזרתא zur Frau nehmen dürfe, und R. Jose antwortete, daß es erlaubt sei; da ging der Mann zu R. Jehudah, der ihm sagte: Es ist gestattet, aber wisse;, daß deine Kinder Mamzere vor Gott sein werden. Hierauf: ging der: Mann wieder zu R. Jose und sprach: Da du wußtest, daß es (meinen Kindern) so ergehen wird, warum erlaubtest du mir die Ehe? R.Jöse erwiderte ihm : Ich beantwortete 1 R. Levi in Redar. 20 b erklärt ■die aus Israel auszusondernden Abtrünnigen und Sünder in Ezech. 20^ 38 als אלו בבי תשע מדות, בבי אימה בבי אבוסה בניי שבראה בבי נידוי בני תמוויה בני מריבה בבי; שכרות בני גדושת הלב בני ערבוביא בבי חצופה, Bacher, PaL Amor. II, 310, 3. In Tract. Kallah heißt es dagegen: עשרה הם כממזרים ואינם ממזרים ... בני אמה בבי שפחה, zehn sind wie Mamzere, sind aber nicht Mamzere : die Söhne der Magd und die Söhne der Sklavin, . . . Auch in Kedar. liest R. Äser בני אמה statt בני אימה, so daß R. Levi das Rind des Herrn von seiner Sklavin wohl nicht als wirklichen Mamzer bezeichnete, aber seinen Makel als demselben nahestehend und Israel befleckend an* sah. Vgl. die einer unbekannten Quelle entlehnte Geschichte von Davids bemakelter Geburt in Jalküt Makhiri, Psalm 118, 28, 107 b. 2 Jer. Pe’ah I, 15 d, 74 ff.; Gen. ar. 84, 7; Aptowitzer in HUCA 4, 1927, 219 ff.; 214, 26. ׳ 3Z. ß. in Tiberias bei R. Ammi, Jebaih. 78 b und R, Zedra, jer. Kidd. IV 64 c, OS.

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