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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 132 (sequence 7)
Language
German
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132 A. Büchler hauptet der Sklave ein Ahronide zu sein, und es wäre bei solcher Anmaßung fast natürlich, wenn er auf die Tatsache, daß er auf der Tenne in Gegenwart Anderer Priesterhebe bekam, den Ansprach vor dem Beth-din gründen würde, Ahronide zu sein und als solcher anerkannt zu werden. In der Tat fährt die Baraitha fort: In seinem Wohnorte erhob (erkannte an) R. Jehudah den Mann, der durch Zeugen bewies, daß er Priesterhebe bekam, zum Ahroniden; in seinem Wohnorte erkannte R. Jose ihn auf Grund erhaltener Priesterhebe nicht als Ahroniden an1. Und R. Eleazar b. Sadok in Baraitha Kethub. 28 b, R. Ismael b. R. Jose in jer. II, 26 d, 10, berichtet, daß er niemals vor Gericht als Zeuge ausgesagt habe, ausgenommen einmal, wann das Beth-din einen Sklaven als Ahroniden anerkannte. Da R. Jose und sein Sohn R. Ismael in Sepphoris als Lehrer wirkten, wo nach bar-Kapparas Ansprache an die jüdischen Bewohner der Stadt am Tage von R. Jehudahs I Tode, die Priesterabteilung Jedajah wohnte2, gehörte der Eindringling dem Hause eines dortigen Ahroniden an. Ob es auch anderen Sklaven gelang, als solche anerkannt zu werden, ist nicht bekannt; aber lehrreich ist die Bemerkung des R. Josua b. Levi (erste Hälfte des 3. Jahrhunderts in Lydda): Pashur, Sohn Immers, Jer 201_6, hatte 5000 Sklaven, die alle in den Familien von (Hohe)priestern aufgingen und die die dreisten unter den Ahroniden sind3. Selbst wenn dieser Satz sich auf die in Babylonien lebende Priesterschaft bezog, enthält die Liste der aus dem babylonischen Exile nach Palästina zurückgekehrten Juden in Ezra 238; Ne 741 zwölfhundertsiebenundvierzig Söhne Pashurs; und obgleich das Klagelied Kalirs und seine Quellen weder Pashur, noch Immer unter den in Galiläa ansäßigen Priesterabteilungen nennen, bildet Pa§hur I. Chron 2614 die 14. der 24 משוררת und schließt Tos. Ta‘an 2! Pa§hur und Immer als zwei der vier Priester- 1 במקומו של רבי יהודה היו מעלין מתרומה ליוחסין, במקומו של רבי יוסי לא היד מעלין מתרומה ליוחסין, Bar. Kethub. 28 b. 2 Kohel. r. 7, 11; 9, 10, 3; jer. Kilaj. IX, 32 b, 16; S. Klein, Beiträge 10 ff; 8 ,1924 ,מאמרים שונים ff; Ginzberg, גנזי שעכטער I, 251 ff; Bacher, Tannaiten II, 504, 3. 3 Jer. Kidd. IV, 65 d, 48; in b. 70 b bemerkt dasselbe Samuel, der babylonische Zeitgenosse des R. Josua, und gibt als Zahl 400, nach Anderen 4000 Sklaven an.

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